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Würzburg Triathlon

Das Schwimmen fand ohne Neopren statt. Mittlerweile bin ich ziemlich entspannt, was das angeht. Am Start hatte ich dann allerdings ein Problem mit einem anderen Neoprenutensil … und zwar meinem Chipband für den Zeitmess-Chip. Man musste sich nämlich selbst eins mitbringen und anscheinend habe ich beim Griff in meine Utensilienkiste das älteste (und am weitesten ausgeleiherte) erwischt. Auf jeden Fall habe ich meinen Chip damit nicht richig um den Fuß gewickelt bekommen und dachte mir schon beim Losschwimmen, dass da hoffentlich niemand dran hängen bleibt, weil sonst der Chip weg ist (und 50€ Ersatzgebühr aufgerufen werden). Nach ein paar Meteren im Wasser hatte sich das Bändchen dann noch ein bisschen weiter ausgeweitet, so dass es mir fast über die Fußfessel rutschte und ich die ersten eineinhalb Runden quasi ohne Beinschlag geschwommen bin. Dann musste ich mal kurz anhalten, das Band abbauen und irgendwie in meinem Anzug verstauen (auf den Bildern gut zu erkennen an der komischen Beule an meinem Bauch). Danach ging es zwar mit Schwimmen einigermaßen, aber taktisch war das natürlich ein Supergau: hartes Anschwimmen war nicht möglich, viel zu langsame Gruppe war dann auch weg … schon beim Schwimmen war das ein gebrauchter Tag. Ich kam dann mit einer nicht akzeptablen Zeit aus dem Wasser und musste in der Wechselzone auch feststellen, dass  einige Räder schon weg waren, die normalerweise noch da stehen, wenn ich da ankomme.

Auf dem Rad bin ich dann trotzdem ohne die Brechstange im angepeilten Tempo los und da auch wieder Boden gut gemacht. Ende der ersten Runde war ich im Feld dann soweit nach vorne gefahren, wie ich das wollte und habe dann ein bisschen Druck vom Pedal genommen … hatte taktische Gründe ;-). Radfahren war in Summe recht unspektakulär und ganz im erwarteten Rahmen.

Beim Wechsel zum Laufen habe ich mir wiedermal ein bisschen mehr Zeit gelassen und bin dann in dem Tempo los, in dem ich eigentlich auch bis zum Ende durchlaufen wollte. Irgendwie hatte ich aber meine Laufbeine zuhause vergessen und kam nicht in den Flow, wie das z.B. letztes Jahr dort der Fall war. Trotzdem konnte ich nochmal eine ganze Reihe an Plätzen gut machen und mit einer mäßigen Laufzeit bis auf Platz 4 nach vorne laufen. Platzierung war zwar erfreulich, aber die Performance aus meiner Sicht nicht akzeptabel – im Vergleich zum Vorjahr auf gleicher Strecke und ähnlichen Bedingungen 13 Minuten langsamer (OK, letztes Jahr wurde mit Neo geschwommen). Wahrscheinlich steckte doch noch zuviel Trainingsbelastung im Körper während ich letztes Jahr gut erholt ins Rennen ging. Eine Portion Selbstvertrauen für Roth konnte ich mir auf jeden Fall nicht abholen.

2Würzburg Triathlon
2,1 km Schwimmen
76 km Radfahren
20 km Laufen
Gesamt
4. (AK 1.)
0:35:47 (Ø 1:42 min/100m)
2:05:02 (Ø 36,4 km/h)
1:25:20 (Ø 4:16 min/km)
4:06:09

 

Triathlon Würzburg

Relativ kurzfristig hatte ich mich noch zu einem Start beim Triathlon in Erlabrunn hier um die Ecke durchgerungen. Den Wettkampf hatte ich schon lange auf meiner Todo-Liste, aber meist stand eine Woche später oder am gleichen Tag eine Langdistanz an und deshalb kam bis jetzt nie dazu.

Da dieses Jahr keine Langdistanz anstand, war das also schonmal kein Hindernis. Hinter meiner Form standen allerdings viele Fragezeichen, da ich dieses Jahr eigentlich gar nicht strukturiert trainiere. Somit war meine Erwartungshaltung an mich selbst nicht sehr hoch Also war das auch eine gute Möglichkeit, mal was auszuprobieren.

Schon im Vorfeld hatte ich beim Schwimmen mal verschiedene Versuche gemacht, über längere Strecken in neue Geschwindigkeitsbereiche vorzustoßen. Da das einigermaßen funktioniert hatte, hab ich mich beim Landstart recht weit vorne eingeordnet und mir vorgenommen zügig anzuschwimmen, damit ich einen guten Wasserschatten erwische. Zunächst kam ich auch ganz gut weg, aber nach wenigen Metern drohte ich von hinten überschwommen zu werden. So gut es ging hielt ich dagegen und konnte mich tatsächlich einigermaßen nach vorne absetzen. Das nicht allzu großen Starterfeld sortierte sich recht schnell und ich fand mich in einer Gruppe mit drei Schwimmern wieder, an deren Ende ich nicht 100% geben musste um dran zu bleiben. Ich hatte dann zwischenzeitlich immer wieder mal probiert, vorbei zu schwimmen, aber recht schnell gemerkt, dass es unangenehm wird sobald ich aus dem Wasserschatten gehe. Nach gut der Hälfte hat sich einer der beiden Schwimmer nach vorne verabschiedet. Ich habe noch versuchst, die Füße zu erwischen, aber recht schnell einsehen müssen, dass der Zwischensprint mich killen würde. Also bei Nr. 2 bleiben und vernünftig zu Ende schwimmen.

Für meine Verhältnisse kam ich relativ weit vorne aus dem Wasser und versemmelte dann Zeit beim Wechsel. Dummerweise hatte ich auch vergessen, meine Garmin-Uhr anzuziehen, die auf meinem Bike bereit lag. Also Fahren nach Gefühl. Mit mir aus dem Wasser kam Jan Diekow, so dass ich fürs erste einen Anhaltspunkt hatte. Ich rechnete damit, dass er sich recht schnell von mir lösen würde, konnte die erste halbe Runde aber noch gut mit halten. Dann fuhr Andi Sperber zu mir auf, den ich aus unserer Hawaii-Reisegruppe aus dem letzten Jahr schon gut kannte und der ebenfalls ein sehr starker Radfahrer ist. Ich versuchte, sein Tempo mitzugehen, was in den reichlich vorhandenen Anstiegen grenzwertig war. In den Flachstücken und bergab konnte ich aber immer wieder aufschließen und auch überholen, so dass wir eine fair fahrende Allianz bildeten, die bis zum Ende der Radstrecke halten sollte. Ich denke, das hat uns beide ganz schön gepushed. Auf dem Weg zum Wendepunkt in die zweite Radrunde bekam man auch einen Überblick, wo man sich gerade so im Gesamtfeld bewegt. Ich hatte nicht genau mitgezählt aber wir waren mittlerweile bis auf Position 5 oder 6 nach vorne gefahren. In der zweiten Radrunde überholten wir allerdings keine Starer mehr aus unserem Startfeld.

Zusammen mit Andi erreichte ich dann T2. Er legte einen Blitzwechsel hin und war weg. Nach dem doch recht flotten Radsplit waren meine Beinchen schon leicht schwer und ich konnte das Andis Anfangstempo nicht mitgehen, kam aber dann recht gut in einen Flow. Die Laufstrecke war schon recht voll, weil mittlerweile das ganze Feld der nach uns gestarteten Olympischen Distanz beim Laufen war. Deshalb fiel es schwer, den Überblick zu behalten, ob man einen direkten Gegener überholte oder einen Teilnehmer aus einem anderen Rennen. Thomas Hellriegel kam mir auf den vier immer Runden immer an ungefähr der gleichen Stelle entgegen. Ich konnte sogar Meter auf ihn gut machen, aber er war genau wie Andi außer Schlagdistanz. Wer sonst noch vor mir war wusste ich nicht. Um so wertvoller waren die Zurufe von Heiko und Stephan von der TSG Kleinostheim, die mir Postionen und Abstände durchgaben. Mitte der letzten Runde riefen sie mir zu, dass nach hinten Platz ist, ich auf vier liege und der vor mir laufende Probleme hat. Auf dem Weg zurück in den Start-/Zielbereich muss ich den dann wirklich überholt haben, konnte aber unterwegs nicht zuordnen, wer es war, weil die Laufstrecke immer noch sehr voll – mittlerweile waren ja auch die meisten Starter über die Mitteldistanz auf einer ihrer vier Laufrunden unterwegs. Jedenfalls kam ich dann als 3. hinter Thomas Hellriegel und Andi Sperber ins Ziel. Sieht man von den schlechten Wechseln ab, hatte ich in den drei Disziplinen für meinen Trainingszustand erstaunlich gute Leistungen abgerufen.

Hier noch die Ergebnisse im Überblick:

28.06.2015 Würzburg Triathlon
2,1 km Schwimmen
76 km Radfahren
20 km Laufen
Gesamt
3. (AK 1.) 2. Bayrischer Meister
0:30:21 (Ø 1:27 min/100m)
2:04:37 (Ø 36,6 km/h)
1:18:32 (Ø 3:55 min/km)
3:53:30

 

Erlangener Triathlon

An Sonntag startete ich beim Triathlon in Erlangen auf der Mitteldistanz. Hätte ich in Frankfurt nicht das Ticket für Hawaii gezogen, wäre das mein Saisonabschluss geworden. So war es eine erste schnelle Trainingseinheit auf meiner „Road to Kona“.

Um so authentischer war es, dass der Neoprenanszug aufgrund der 25°C Wassertemperatur verboten war. Ich hatte mich wieder recht weit hinten positioniert (was im Nachhinein betrachtet vielleicht der Fehler war) und wurde nach dem Startschuss direkt wieder von hinten aufschwimmenden Armen unter Wasser gedrückt, während ich nicht nach vorne weg kam weil wiederum langsame Schwimmer vor mir den Weg blockierten. Die fehlende Sicherheit, die ein Neo in so einer Startphase gibt hat dann wiedermal zu einer kleinen Panik geführt, so dass ich erst mal stehen bleiben musste und mir ernsthaft überlegte, den Wettkampf abzubrechen. Nach einer kurzen Besinnungsphase am Rand des Main-Donau-Kanals, bin ich dann aber doch weiter. Dass nach der Startphase keine vernünftige Schwimmzeit mehr rauskommen konnte, war klar.

Dafür ging dann beim Radfahren und Laufen die Post ab. Erlangen hat ja eine recht flache Radstrecke und das macht mir richtig Spaß. Das gute an meinem schlechten Schwimmstart war, dass damit alle Überholmanöver gegen mich abgeschlossen waren: auf dem Rad und später beim Laufen war ich permanent auf der linken Spur und machte Platzierung um Platzierung gut.

Am zweiten Wendepunkt beim Laufen bekam ich dann das erste mal einen Überblick, wo ich denn überhaupt im Rennen so liege … das war doch nicht so schlecht, wie ich nach dem Schwimmen noch dachte. Vor allem konnte ich noch ziemlich viele Sportler aufsammeln, die mir an den Wendepunkten entgegen kamen. Im Ziel habe ich dann gesehen, dass ich im gesamten Feld die viertbeste Laufzeit hatte. Darauf bin ich ja schon ein bisschen stolz 🙂

Letztlich ging ich als 15ter in der Gesamtwertung und 3ter in meiner AK nach 4:02:13 über den Zielstrich.

Hier meine Ergebnisse im Überblick:

Triathlon Erlangen
2,0 km Schwimmen
80 km Radfahren
20 km Laufen
Gesamt
15. (AK 3.)
0:39:05 (Ø 1:58 min/100m)
2:04:54 (Ø 38,4 km/h)
1:18:14 (Ø 3:54 min/km)
4:02:13

 

Challenge Kraichgau

Wie üblich stand zu Beginn des Wettkampfwochende wieder die Frage, ob Neoprenverbot sein wird oder nicht im Vordergrund. Die Temperatur des Hardtsees war im Laufe der letzten Woche schon mal im roten Bereich und am Samstag hatten die Kampfrichter auch noch zu hohe Temperaturen für die Gummihäute gemessen. Auf der Wettkampfbesprechung wurde deshalb auch ein „zu-90%-Neoprenverbot“ ausgerufen. Wie der See über Nacht dann noch auf offiziell gemessene 21,7°C abgekühlt ist, kann ich nicht nachvollziehen. Wahrscheinlich wurde da einfach nochmal ein anderes Thermometer verwendet!?
Letztlich war der Neo dann doch zugelassen, was mit einem Schlag für eine sehr ausgelassene Stimmung in der Wechselzone sorgte. Zugegen: etwas erleichtert war ich auch.

Das mittlerweile bewährte Programm für Samstag sah so aus: 11h Abfahrt in Lohr, Startnummern in Bad Schönborn holen, Picknick und chillen am See, Rad abgeben, kurz ins Hotel, Abendessen und dann bubu.

Nachdem ich im letzten Jahr mit der Taktik „zügig anschwimmen“ nicht so erfolgreich war, bin ich diesmal wieder normal losgeschwommen und immer mehr davon überzeugt, dass das für mich besser funktioniert: keine Panikattacken, immer ein paar Füße vor mir und keine Laktatpackung abholen führten diesmal wieder zu einer ordentlichen Schwimmzeit.

Auf dem Rad wusste ich ja, dass die Form ganz gut ist. Nachdem ich gerade aus einer Entlastungswoche kam, hat sich der Radpart auch einigermaßen locker angefühlt … zumindest in der ersten Hälfte. Ziemlich heftig war der Wind, vor allem wenn man um eine der vielen Ecken musste und dieser dann aufeinmal ganz andere Angriffsflächen auf Scheibenrad und Hochprofil am Vorderrad fand: da waren einige Ausgleichsbewegungen erforderlich. Insgesamt konnte ich meine Radbestzeit im Kraichgau nochmal um 1 Minute verbessern und das trotz des Windes. Bis hierhin liefs für mich eigentlich ganz gut.

Beim Start des Laufs war eigentlich auch noch alles in Ordnung. Die Beine fühlten sich so an, wie sie sich nach 90km und 1000hm eben anfüllen und in der Magenumgebung hab ich gemerkt, dass ich zumindest mal aufpassen muss, dass ich da nicht ein Problem bekomme. Also erstmal locker einlaufen. Leider haben sich dann doch Probleme in der Magengegend entwickelt. Nach einem kurzen Stopp zur Reduktion der Flüssigkeitsmenge, die ich mit mir rumtrug, schienen dieses Probleme dann aber weg und auch die Beine haben sich da dann richtig gut angefühlt. Anscheinend hab ich es da dann etwas übertrieben und wurde ziemlich schnell wieder mit Magenproblemen konfronitiert. So ist mein Lauf ein paarmal zwischen „top“ und „naja“ hin und her osziliert. Letztlich bin ich davon überzeugt, dass es wieder mal ein Salzmangel war, gegen den ich unterwegs aber nichts unternehmen konnte. Schade eigentlich, weil die Beine mehr hergeben hätten. In Summe wars aber trotzdem noch ein solider Lauf, vor allem weil ich keinen wirklichen Einbruch hatte und auch die Pace gegen Ende nicht signifikant schlechter wurde.

Letztlich konnte ich trotz der Probleme beim Laufen noch eine neue Kraichgau-Bestzeit aufstellen, was mich versöhnlich mit dem Rennen stimmt. Ein 5ter Platz in der AK bei der Deutschen Meisterschaft kam auch noch bei raus.

Hier die Ergebnisse und Gesamtzeiten:

Platzierung
1,9 km Schwimmen
T1
90 km Radfahren
T2
21,1 km Laufen
Gesamt
56. (AK 5.)
0:30:26 (Ø 1:36 min/100m)
0:02:10
2:31:46 (Ø 35,6 km/h)
0:01:35
1:29:00 (Ø 4:13 min/km)
4
:34:56

 

Etwas skuril war der Mix aus Challenge und Ironman-Logos, der den Wechsel der Veranstalltung unters Dach der WTC schonmal ankündigte. Im Rennen hat man von dem ganzen Zickenkrieg der Veranstallter nichts gemerkt … liegt wohl daran, dass es den ganzen Freiwilligen auch egal ist, welches Logo jetzt drauf steht.

Vielen Dank an alle, die vor Ort, oder über die verschiedensten Medien Daumen gedrückt haben … da macht’s gleich doppelt Spaß!

Ein paar erste Schnappschüsse gibt’s auch schon (Danke Johanna!):

Und hier noch ein paar Zeitungsartikel:

2014-06-21-LohrerEcho-Kraichgau

 

2014-06-21-Mainpost-Kraichgau

Challenge Kraichgau 2013

Als letzter großer Test vor der Langdistanz in Frankfurt stand für mich – wie jedes Jahr – die Challenge Kraichgau im Wettkampfkalender. Vom RV Wombach gingen fünf Athleten ins Rennen, von denen jeder in vier- bzw. fünf Wochen entweder in Frankfurt oder in Roth am Start steht. In Sachen Triathlon geht mittlerweile also was im Spessart 🙂

Nachdem der Start wegen Gewitter um eine Stunde nach hinten verlegt wurde, startete ich pünktlich um 10.00h mit 449 anderen Athleten in der ersten Startgruppe in den Wettkampf. Fürs Schwimmen hatte mir die gleiche Strategie wie auf Mallorca zurechtgelegt: hart anschwimmen und möglichst in der Menge bleiben um den Wasserschatten optimal ausnutzen zu können. Die ersten 100m bin ich richtig aufs Gas und hatte das erste mal in meiner Triathlonkarriere keine langsameren Schwimmer vor mir. Auf diese Premiere folgte gleich die nächste: Panik im Wasser. Mir wurde die Luft knapp und ich musste darauf rechts raus und alleine weiter schwimmen, dachte sogar kurz an Rennabbruch. Bis zur ersten Boje bin ich komplett alleine geschwommen um mich wieder zu beruhigen. Erst bei der Wende konnte ich mir einen Wasserschatten suchen, aber die Schwimmer, bei denen ich normalerweise in Wettkampfintensität im Wasserschatten mitschwimmen kann waren da schon weit voraus. Fazit Schwimmen: verkackt!

Für den Radpart hatte ich mir im Vorfeld hohe Ambitionen gesteckt: sub 2:30h wollte ich in der Ergebnisliste stehen haben. Die erste Stunde war ich auch noch gut unterwegs und fast im Zeitplan. Allerdings ist mir die Leistung hintenraus etwas abgeschmiert. Dass es nicht gereicht hat, kann ich nicht auf die z.T. noch nassen Straßen schieben – das hat höchstens ein paar Sekunden gekostet. Trotzdem war ich mit dem Ergebnis insbesondere nach dem ich auf Mallorca einen deutlich schlechteren Bike-Split auf einer ähnlich profilierten Strecke hatte, recht zufrieden. Positiv war, dass die Ernährung gut geklappt hat und ich mit noch relativ guten Beinen auf die Laufstrecke wechseln konnte.

Der Lauf war wenig spektakulär. Es gab eigentlich keine größeren Probleme und alles lief, wie vorher erwartet. Dass die Zeit nicht so schnell sein würde wie auf Mallorca war aufgrund des Streckenprofils schon im Vorfeld klar.

Fazit: Den Kraichgau-Code hab ich immer noch nicht geknackt. Ich hatte in den letzten 6 Jahren schon schlechtere Rennen dort gezeigt, aber noch kein perfektes – diesmal auch nicht. Für die Langdistanz in vier Wochen bin ich gut gerüstet. Beim Schwimmen bin ich mir sicher, dass das ein einmaliger Ausrutscher war und immerhin hatte ich in diesem Jahr sowohl meine schnellste Rad- als auch schnellste Laufzeit aus allen meinen Teilnahmen. Das stimmt zuversichtlich.

Was sich ganz nett liest: in der Wertung zur deutschen Meisterschaft war ich fünfter in meiner Altersklasse.

Hier meine Ergebnisse im Detail und einige Bilder:

09.06.2013 Challenge Kraichgau
1,9 km Schwimmen
90 km Radfahren
21 km Laufen
Gesamt
52. (AK 6.)
0:34:16 (Ø 1:48 min/100m)
2:32:35 (Ø 35,4 km/h)
1:27:08 (Ø 4:13 min/km)
4:38:11

Zeitungsbericht vom 12.06.2013:

Zeitungsbericht vom 13.06.2013

Ernährungsstrategien für Mitteldistanzen

Im Vorfeld zur Challenge Kraichgau hatte ich mir mal ausführlichere Gedanken zur Ernährung auf Mitteldistanzen gemacht. Bei meinen letzten Starts im Kraichgau hatte ich häufig mit Magenproblemen zu kämpfen und auf der Liste der Verdächtigen stand die Wettkampfernährung ganz oben.

Grundsätzliches

Ausgangssituation für die Planung der WK-Ernährung ist für mich der Grundbearf pro Stunde. Um diesen festzulegen halte ich mich an die Fausregel, dass jede Stunde 1 – 1,5 gKH pro Kilokörpergewicht umgesetzt werden können. Aus meinen bisherigen Langdistanzrennen weiß ich, dass ich mich am oberen Wert orientieren kann. Bei meinem Körpergewicht komme ich so also auf eine Energiezufuhr von ca. 100g KH pro Stunde.

Weniger Blut – Weniger Kohlehydrate

Auf der Mitteldistanz ist man mit einer höheren Intensität als auf einer Langdistanz unterwegs. Wenn man Sport treibt, wird die Durchblutung im Verdauungstrakt deutlich eingeschränkt – je intensiver, desto mehr trifft das zu. Deshalb funktioniert auch der Energienachschub mit zunehmender Intensität immer schlechter. Zu viele Kohlehydrate im Magendarmtrakt, die nicht abgearbeitet werden können führen zu Magenkrämpfen. Deshalb ist es meiner Erfahrung nach ganz gut lieber etwas weniger als auf der Langdistanz zuzuführen, obwohl der Energiebedarf pro Stunde höher ist.

Nach einigen Versuchen haben sich 60-80gKH/h als ganz brauchbarer Wert herausgestellt, mit dem ich auf Mitteldistanzen noch gut zurecht komme.

flüssig – fest – flüssig?

Auf Langdistanzen bin ich immer dem Leitsatz „von flüssig nach fest nach flüssig“ gefolgt. Soll bedeuten: Auf dem Rad fängt man zunächst mit flüssiger Ernährung (also Gel) an, nimmt dann feste Dinge (Riegel usw.) und stellt zum Ende der Radstrecke wieder auf flüssig um. Die festen Sachen sind etwas schwerer zu verdauen, braucht man in diesem Fall aber, um den Magen zu beruhigen. Bei Mitteldistanzen habe ich das bisher genauso gemacht, wobei man da vermutlich auch ohne die „feste“ Phase über die Runden kommt.

Getränke

Für die Flüssigkeitszufuhr greife ich auf Iso-Getränk, Wasser und Cola zurück. Es stellt sich nur die Frage, wann der passende Zeitpunkt für welches Getränk ist. Mit Iso-Getränken die vom Veranstalter angereicht werden habe ich schon ziemlich – im wahrsten Sinne des Wortes – „üble“ Erfahrungen machen müssen.

Deshalb nehme ich mein eigenes Iso-Getränk in konzentrierter Dosierung in einer großen Trinkflasche mit und nehme in den Verpflegungsstationen nur Wasser auf. Bis jetzt hat es mir immer genügt, in der Verpfelgungszone einen ordentlichen Zug aus der angereichten Flasche zu nehmen und diese dann sofort wieder abzuwerfen. Ich habe mittlerweile aber auch einen zweiten leeren Flaschenhalter (zwischen den Extensions am Lenker), in dem ich eine aufgenommene Wasserflasche mitnehmen kann.

Die Dosierung zwischen Iso und Wasser richtet sich danach, wie gut sich mein Bauch anfühlt: je schlechter, desto mehr Wasser nehme ich im Verhältnis zum Iso.

Cola hebe ich mir bis zur Laufstrecke auf und auch dort versuche ich, erst recht spät damit anzufangen.

Salz

Mit Salz habe ich schon sehr interessante Erfahrungen gemacht, als ich 2011 in Roth innerhalb von wenigen Sekunden meine Bauchkrämpfe im Griff hatte. Deshalb reichere ich mittlerweile mein Iso-Getränk immer noch ein bisschen mit Kochsalz an. Schmeckt dann zwar nicht mehr so gut, aber es hilft.

konkret

Hier nochmal zusammengefasst, wie der Ernährungsfahrplan für eine Mitteldistanz bei mir aussieht:

 

 

 

 

Ironman 70.3 Mallorca

70.3 Mallorca

Die Wettkampfstrecke des Ironman 70.3 Mallorca kenne ich von vielen Radtrainingslagern und würde sie als  eine der schönsten überhaupt einstufen. Zudem gibt es im Mai auf Mallorca quasi eine Gutwettergarantie. Somit stand der Wettkampf ganz weit oben auf meiner Wunschliste.

„53€ für eine Woche bitte“

Abgestiegen sind wir in einem Fahrradtouristen-Hotspot, im Iberostar Playa de Muro. Nachdem ich für den Transport meines Bikes von den Transportunternehmern (Fluggesellschaft: 100€, Hoteltransfer: 28€) schon ordentlich abgerippt wurde, hat hier im Hotel noch „Max Hürzeler“ die Hände aufgehalten: „Wenn man mit dem Velo kommt, ist der Kauf unseres Radsportpakets in diesem Hotel obligatorisch. 53€ für eine Woche bitte!“, „Danke!“ Insgesamt habe ich somit 181€ dafür bezahlt, mein eigenes Rad hier fahren zu können.

Das Rad und die Wechselbeutel müssen hier auch wie bei vielen anderen Großveranstaltungen schon am Vortag eingecheckt werden.  Das habe ich am Freitag erst  gegen Abend erledigt, weil es recht warm war und die Räder in der prallen Sonne standen. Es kennt ja jeder die Geschichten von geplatzten Reifen in der Wechselzone (am Wettkampfmorgen habe ich viele gesehen, die jetzt auch so eine Geschichte zu erzählen haben).

Wettkampftag

Der Transfer am Wettkampfmorgen hat wider Erwarten reibungslos funktioniert. Im Hotel hatte man uns gesagt, dass keine Busse fahren und man sich ein Taxi nehmen müsse. Ich hatte Glück und es kam doch ein Bus, der mich für 1,50 bis zur Wechselzone brachte.

Die Startgruppen waren nach Altersklassen aufgeteilt. Meine Gruppe war um 8.45h dran. Vor mir starteten die ganzen Pros, alle Frauen, die männlichen Altersklassen bis 34 und die Senioren ü50. Es war also schon einiges los auf der Wettkampfstrecke bevor es für mich los ging.

Schwimmen

Für mich war es der erste Wettkampf, bei dem im Meer geschwommen wurde. Es gab am Wettkampfmorgen glücklicherweise kaum Wellen – zumindest in Strandnähe. Weiter draußen im Bereich der Wendeboje war etwas mehr Wellengang, aber alles im grünen Bereich. Die Sicht im Wasser war super – man konnte die ganze Zeit bis auf den Grund schauen. Beim Start der Altersklasse vor mir hatte ich beobachtet, dass eine ganze Gruppe in die falsche Richtung losgeschwommen ist. Beim Landstart habe ich mich deshalb auf die innere Seite der Schwimmlinie gestellt und bin dieses Mal auch recht weit nach vorne um hoffentlich einen schnelleren Wasserschatten ausnutzen zu können.

Nach dem Startschuss gab es das üblige Geprügel. Mir kam es etwas heftiger vor als sonst. Ich denke es lag daran, dass ich diesmal die Ideallinie ganz gut erwischt habe.  Nach ein paar Minuten hatte sich das Feld ganz gut sortiert und ich konnte die meiste Zeit im Wasserschatten von anderen Schwimmern bleiben. Dass ich mit 29:04 min das erste Mal sub30 auf die 1,9km geschwommen bin, habe ich erst in der Ergebnisliste gesehen. Anscheinend hatten sich meine taktischen Überlegungen ausgezahlt.

T1

Der erste Wechsel funktionierte ganz gut. In der langen Wechselzone hatte ich einen ganz guten Platz direkt in der Reihe gegenüber den weiblichen Profis. Das hieß, ich konnte die längsten Wege in der Zone ohne Rad zurücklegen und musste mein Rad nur ein kleines Stück zum Wechselbalken schieben.

Rad

Vom Start weg haben sich meine Beine auf dem Rad erst nicht gut angefühlt. Im Anstieg zum Kolster Lluc hat sich dann auch mein Bauch bemerkbar gemacht. Um den Bauchschmerzen entgegenzuwirken versuchte ich, den Mageninhalt mit Wasser zu verdünnen. Magenproblem kommen ja meistens von Salz- oder Wassermangel, Salz kann es nach dem Schwimmen im Meer ja nicht gewesen sein – da hatte ich ein paar Schluck Salzwasser genommen hatte.

Die Rennstrecke war für den Verkehr komplett gesperrt und auf der Abfahrt hieß das, dass man die Kurven voll schneiden konnte – allein deshalb war es schon wert, den Wettkampf mit zu machen J. Neben dem Kurvenspaß hatte die Abfahrt außerdem den Vorteil, dass sich mein Bauch etwas erholen konnte. Die Beine waren nach der Abfahrt ganz gut und ich konnte auf der zweiten Streckenhälfte das erst Mal richtig Druck machen.

Ungefähr 5km vor dem zweiten Wechsel hatte sich eine Biene in meinen Helm verirrt. Beim Versuch ihr den Weg nach draußen zu zeigen bekam ich einen Stich in die Stirn verpasst. Vor einer Woche hatte mich schon Mal ein Insekt an fast gleicher Stelle gestochen, was in einem eingeschwollenen Auge endete. Für das Fortsetzen des Wettkampfs war der kleine Zwischenfall aber kein Problem.

Laufen

Die letzte Disziplin spielte sich auf  drei Runden direkt in Port Alcudia ab und dementsprechend waren sehr viele Zuschauer da. Durch die gestaffelten Starts waren schon ziemlich viele Läufer auf der Strecke als ich auf den Laufparcours einbog. Ich bin in Tempo von 3:55min/km angelaufen und dachte mir, dass das schon noch langsamer werden würde. Vor allem hatte sich mein Bauch ja schon recht früh im Rennen mal bemerkbar gemacht und auf der Laufstrecke hat das meist verheerende Auswirkungen in Form von Gehpausen – diesmal komischerweise nicht. Nachdem ich die erste Runde das Tempo  sehr kontrolliert halten konnte und mich nach dem ersten Drittel noch sehr gut fühlte, blieb ich auf dem Gas und überlegte mir in der zweiten Runde schon, ab wo ich in der letzten Runde dann eine Endbeschleunigung starten könnte ohne zu explodieren. Die letzten drei Kilometer konnte ich das Tempo nochmal etwas anziehen – zumindest gefühlt. Trotzdem war der Lauf die stärkste Disziplin. Mit einer Endzeit von um 1:22h war ich nur 2 Minuten langsamer wie bei meinem letzten Solo-Halbmarathon (wobei da die Strecke wesentlich mehr Höhenmeter hatte und es auch 20°C kälter war).

Finishline

Nach drei Runden durfte man in den Zielbereich direkt am Strand einbiegen. Er war genau so unpersönlich wie man das von anderen dotM-Veranstalltungen kennt, aber die Lage war genial. Hinter der Ziellinie gab es ein warmes Buffet und auf einer riesigen Openair-Bühne spielten mehrere Bands – und das alles direkt am Strand.

Fazit

Ich würde den Wettkampf nochmal machen, weil die Wettkampfstrecke eine der schönsten ist, die ich bis jetzt gesehen habe. Die Unterkunft sollte man sich aber das nächste mal direkt im Start-/Zielbereich suchen weil es da wirklich genug Bettenburgen gibt. Auf jeden Fall ist es inklusive der Reise- und Transportkosten ein recht teures Vergnügen.

Hier noch die Zahlen:

11.05.2013 Ironman 70.3 Mallorca
1,9 km Schwimmen
90 km Radfahren
21 km Laufen
Gesamt
148. (AK 27.)
0:29:04 (Ø 1:31 min/100m)
2:39:28 (Ø 33,9 km/h)
1:22:47 (Ø 3:55 min/km)
4:39:15

Challenge Kraichgau 2012

Am Wochenende war mein erster Saisonhöhepunkt bei der Challenge Kraichgau. Mittlerweile haben wir mit dem Drumherum einiges an Routine, da es jetzt schon der fünfte Start für mich dort war. Der Samstag war sehr entspannt. Zwischen Abholen der Startnummern und Bike-Checkin war noch Zeit für ein sehr entspanntes Picknick am See. Somit hatte auch der Hungerzorn keine Chance, der letztes Jahr am Tag vor dem Rennen etwas auf die Stimmung drückte.

Beim Checkin war die Inspektion des Helms wieder mal ein kleiner Nervenkitzel, weil es die Kampfrichter wohl wieder mal auf Haarrisse in den Ohrenklappen abgesehen hatten. Das Überkleben mit der Startnummer hat aber diesmal gereicht um den Helm benutzen zu können. Mein Ersatzhelm aus Roth hat nämlich auch schon wieder einen kleinen Riss – absolulte Fehlkonstruktionen, diese Teile.

In den Laufbeutel, der auch schon am Samstag abgegeben werden musste, habe ich anstatt der schnellen Rennschlappen recht kurzentschlossen meine besser gedämpften Trainingsschuhe gepackt. Da ich schon wusste, dass es gegen Ende wieder hart wird, wollte ich mir lieber etwas mehr Komfort gönnen.

Die Stimmung bei unserer kleinen Truppe war recht ausgelassen, auch wenn das Tiramsiu beim Italiener „scheusslich“ war 🙂

Am Renntag sind wir sehr zeitig an der Pension aufgebrochen,  so dass nach den Vorbereitungen in der Wechselzone noch Zeit für ein kurzes Warm-Up blieb.

Schwimmen

Nach dem Schwimmstart bin ich wohl etwas zu langsam angeschwommen und war auch nicht optiimal positioniert, so dass ich keinen guten Wasserschatten fand. Auch gegen Ende konnte ich auch ohne Wasserschatten an den anderen Schwimmern vorbei. Bei geschickterer Positionierung wäre im Wasser wohl mehr drinnen gewesen.

 

Rad

Das Radfahren wollte ich etwas mutiger als im letzten Jahr angehen. Auch wenn dann auf der Laufstrecke wieder mit einer Explosion zu rechnen war. Mittlerweile fühle ich mich auf meinem TT-Bike richtig wohl. Die einzige Problemstelle für evtl. längere Strecken könnte der Nacken werden wobei ich nach den 90 km keinerlei Probleme hatte.

Für dieses mal hatte ich für den zweiten Split eine andere Ernährungsstrategie gewählt um Bauchproblemen (mit denen ich im Kraichgau schon häufiger zu kämpfen hatte) aus dem Weg zu gehen. In den Verpflegungstellen habe ich mich auf die Wasseraufnahme konzentiert. Da ich so keine Möglichkeit für die Aufnahme sonstiger Dinge hatte musste der Rest an Board sein. Im Vorhinein war ich etwas skeptisch, ob ich mit einer Flasche am Rad auskomme, aber das ganze Konzept hat ganz gut funktioniert und ist mir nochmal einen eignen Artikel wert.

Für den im Vergleich zu den Vorjahren relativ geringen Trainingsumfang auf dem Rad bin ich mit dem Ergebnis auf dem Radsplit sehr zufrieden. Über den Verlauf der Radstrecke fiel mir auf, dass ich insbesondere in Flachpassagen und bergab Plätze gut gemacht habe. Meiner Vermutung nach liegt das an meiner doch – wie ich glaube – im Vergleich recht guten Aerodynamik. Scheibe und Helm haben sich da auf jeden Fall gelohnt.

Mit etwas mehr Raddruck fällt beim nächsten mal auf der Radstrecke die 2:30.

 

Lauf

Vom Rad abgestiegen haben sich die ersten Schritte erstmal extrem schwerfällig angefühlt. Das habe ich schon besser erlebt, aber wenigstens hatte ich keine Bauchprobleme. In der ersten ging es erstmal darum einen guten Rhythmus zu finden was auf der Strecke dort gar nicht so einfach ist. Den Rhythmus hab ich dann bei einem 4:05min/km gefunden. Vorab hätte ich nicht gedacht, das Tempo laufen zu können, im Rennen hat es sich aber so angefühlt, als ob es reichen könnte.

In der zweiten Runde musste ich dann schon ganz schön pushen, um die angeschlagene Taktzahl zu halten. Irgendwann hat mich ein Läufer überholt, an dem ich dann versucht habe dranzubleiben, was zunächst auch ganz gut funktionierte. Eingangs der dritten Runde habe ich dann doch schon deutlich gemerkt, dass die Oberschenkel langsam zu gehen was sich auf mein Tempo auswirkte – allerdings noch in einem überschaubaren Rahmen.

Insgesamt war es dann doch ein recht gleichmäßiger Lauf und vor allem ohne größere Einbrüche.

Fazit

Dieses Jahr bin ich mit meiner Leistung eigentlich doch sehr zufrieden. Mit der Erfahrung un dem nötigen Respekt finde ich glaub ich langsam den Zugang zu dem Rennen und freu mich schon aufs nächste Jahr … dass wir wieder kommen war eigentlich schon am Samstag schon wieder abgemachte Sache 🙂

Hier noch ein paar Bilder:

und die Ergebnisse.

Hier noch ein Presseartikel aus dem Lohrer Echo vom 15.06.2012:

Wettkampfberichte aus Mainz, Gemünden und Kraichgau

Lange gabs hier kein Update. Deswegen war ich aber nicht untätig. Insgesamt bei drei Aufbauwettkämpfen hab ich mitgemacht und bei allen war ich recht zufrieden.

Halbmarathon Mainz

Den Startplatz hab ich von einem Freund geerbt, der wegen Terminüberschneidung mit einer Familienfeier nicht starten konnte. Mir hat es terminlich ganz gut gepasst und so bin ich unter falschem Namen da mitgerannt. Da zu diesem Zeitpunkt im Lauftraining noch nicht viel Tempoarbeit zu verbuchen war, bin ich mit relativ niedrigen Erwartungen angetreten und habe im Vorfeld mit einer 1:25 gerechnet. Es lief dann aber vom Start weg ganz gut und nach den ersten 10km konnte ich sogar nochmal zulegen, so dass ich doch in 1:19 und ein paar Zerquetschenten durchs Ziel lief.

Triathlon Gemünden

Beim Triathlon in Gemünden stand dann Ende Mai der erste Formtest fürs Schwimmen und Radlen an. Beim Schwimmen im Freibad (ohne Neo) liefs ganz gut und ich konnte mich für den Jagdstart wieder weiter vorne platzieren als im letzten Jahr.

Fürs Radfahren hatte ich mir vorgenommen, nicht ganz so viel Druck wie letztes Jahr zu machen, um dafür mal eine ordentliche Laufzeit in Gemünden abzuliefern. Unter einer Stunde wollte ich zwar schon bleiben, aber das hat dann um ein paar wenige Sekunden doch nicht gereicht. An Position 12 bin ich dann in die Laufschuhe gewechselt, so dass ich doch gut 20 Plätze auf dem Rad gut machen konnte.

Beim Laufen hab ich recht dosiert angefangen und bin die ersten 5 km im 3:50er Schnitt gelaufen. Der Läufer vor mir kam langsam näher und kurz nach dem Wendepunkt konnte ich dann auch auf der Laufstrecke die erste Platzierung gut machen. Auf dem Rückweg hab ich dann ein bisschen mehr Gas gegeben und konnte ca. bei km 8 auf einen Platz in den Top10 vorlaufen und im letzten km sogar nochmal zwei Platzierungen gut machen, so dass ich als Gesamt 8er und 2ter in meiner AK durchs Ziel ging. Der Pokal aus dem letzten Jahr hat jetzt also einen Kameraden bekommen.

 

Challenge Kraichgau

Gleich die Woche drauf gings insischöne Kraichgau zur Mitteldistanz, mit der ich nach meinem desaströsen Lauf aus dem letzten Jahr noch eine Rechnung offen hatte. Taktik war – ähnlich wie in Gemünden – auf dem Rad nicht abschießen, so dass noch ein halbwegs ordentlicher Lauf möglich ist.

Das Schwimmen ist mir dort sehr gut gelungen. Zwar hatte ich am linken Ellbogen einen Bienenstich, der mit dem Wasser im See „reagierte“, aber trotzdem wars eine für meine Verhältnisse sehr gute Zeit.

Auf dem Rad hab ich mich bewusst zurückgehalten und vor allem auf die Ernährung – insbesondere die Flüssige – geachtet, um nicht wieder Probleme in der Bauchgegend zu bekommen. Bis km 70 hat alles gut funktioniert und dann hat es doch das Zwicken angefangen. Ich habe dann beim Trinken mehr Wasser genommen und so die „Isoplörre“ verdünnt. Das hat recht gut geholfen und die Bauchprobleme hielten sich beim Anlaufen in Grenzen.

Die erste Runde bin ich mit ca. einem 4er Schnitt gelaufen. Mein Trainingskollege Michael kam mir immer dichter auf die Fersen und das hat mich natürlich nochmal motiviert – zunächst etwas zu sehr, denn Mitte der zweiten Runde hat sich der Bauch dann doch wieder gemeldet und mich zum Bremsen gezwungen. Ich habe dann versucht, meinen Vorsprung bis ins Ziel zu verwalten, aber das hat nich ganz gereicht.

1000m vor Zielstrich hab ich von hinten Schritte gehört und mir war sofort klar, dass das nur einer sein konnte 🙂

Mit der zweiten Luft konnte ich aber doch nochmal einen drauflegen und dann nach gut 4:40h ein paar Sekunden vor Michael ins Ziel einlaufen – Danke an dieser Stelle nochmal für den Antrieb. Ich denke, das interne Duell unserer kleinen Trainingsgruppe hat uns beide motiviert 🙂

 

Saisonabschluss 2010: Erlangener Triathlon

Mit etwas Verzögerung mein Wettkampfbericht zum Erlangener Triathlon.

Am 08. August fand für mich wieder ein Wettkampf statt: Beim Erlangener Triathlon stand ich bei der Mitteldistanz am Start. Um 5.30h sind Michael und ich in Lohr aufgebrochen und waren schon um ca. 7.00h vor Ort. So blieb ausgiebig Zeit, noch die Startunterlagen abzuholen, den Wechselplatz einzurichten und sich in den Neo zu schälen.

Um 9.15h gings in der letzten Startgruppe auf die Verfolgung der 10 Minuten vorher gestarteten Gruppe. Im Wasser kam ich eigentlich ganz gut weg. Am Anfang war es ziemlich eng im Feld und zum Einsortieren musste ich diesmal mehr überholen als mich zurückfallen lassen. Nach der Wende habe ich dann einen Schwimmer gefunden, bei dem ich fast bis zum Ausstieg im Wasserschatten bleiben konnte.

Auf dem Rad habe ich diesmal etwas früher begonnen, Druck zu machen. Zu Beginn der zweiten Radrunde hat dann Regen eingesetzt, so dass ich in Kurven gut aufpassen musste, dass ich mich nicht auf die Nase lege. Trotzdem konnte ich nochmal zulegen und war auf der 2 Hälfte noch ein klein bisschen schneller, als in der ersten Häflte unterwegs.

Es wurde teilweise ordentlich „gelutscht“ und einen Kampfrichter habe ich während der gesamten Zeit keinen einzigen gesehen. Unterwegs hatte ich z.T. den Eindruck, dass sich einige beim Draften auch ziemlich sicher fühlten. Schon schade, dass ohne Wettkampfrichter nicht trotzdem fair gefahren wird.

Der Wechsel zum Laufen verlief diesmal nicht optimal. Auf dem Weg vom Radständer zum Wechselplatz, dachte ich erst, dass der Lauf genauso hart wird wie schon im Kraichgau. Im Wechselzelt lag Teppich aus, der total aufgeweicht war, und so wurden die Füße nochmal richtig naß. Dementsprechend schwer gingen dann auch die Socken anzuziehen. Der Helfer im Zelt war auch etwas voreilig mit dem Wegräumen meines Beutels so dass ich dem auch nochmal mit dem Rest meiner Sachen hinterher rennen musste – naja.

Beim Laufen gings dann aber doch ganz gut. Zunächst bin ich wieder locker angelaufen und habe dann recht schnell einen Rythmus so um die 4 Minuten/km gefunden. Am ersten Wendepunkt habe ich dann Michael getroffen, der knapp 3 Minuten vor mir war. Das hat mich dann natürlich auch motiviert noch etwas nach vorne zu versuchen. Irritiert hat mich, dass ich während des gesamten Laufs nicht ein einziges Mal überholt wurde. Die schnellen Läufer waren aber wohl alle in der ersten Gruppe. Bis zum Ende des Laufs hatte ich keine nennenswerte Probleme und konnte so eine Zeit ins Ziel bringen, mit der ich nie gerechnet hätte.

Der Gute Lauf war nochmal ein schöner Abschluss für diese Saison. Erlangen war nämlich der letzte Triathlon für diese Saison. Vielleicht sogar der letzte  Wettkampf für diese Saison. Mittlerweile steht nämlich die Planung für den Rest des Jahres. Aber dazu zum nächsten mal mehr.

Hier noch die Zahlen:

Schwimmen (2000m) Radfahren (80km) Laufen (20km) Gesamt
0:36:39
(Ø 1:50,0 min/100m)
2:13:44
(Ø 36,1 km/h)
1:19:48
(Ø 3:59 min/km)
4:10:11
53. (AK 8.)