Challenge Kraichgau

Wie üblich stand zu Beginn des Wettkampfwochende wieder die Frage, ob Neoprenverbot sein wird oder nicht im Vordergrund. Die Temperatur des Hardtsees war im Laufe der letzten Woche schon mal im roten Bereich und am Samstag hatten die Kampfrichter auch noch zu hohe Temperaturen für die Gummihäute gemessen. Auf der Wettkampfbesprechung wurde deshalb auch ein „zu-90%-Neoprenverbot“ ausgerufen. Wie der See über Nacht dann noch auf offiziell gemessene 21,7°C abgekühlt ist, kann ich nicht nachvollziehen. Wahrscheinlich wurde da einfach nochmal ein anderes Thermometer verwendet!?
Letztlich war der Neo dann doch zugelassen, was mit einem Schlag für eine sehr ausgelassene Stimmung in der Wechselzone sorgte. Zugegen: etwas erleichtert war ich auch.

Das mittlerweile bewährte Programm für Samstag sah so aus: 11h Abfahrt in Lohr, Startnummern in Bad Schönborn holen, Picknick und chillen am See, Rad abgeben, kurz ins Hotel, Abendessen und dann bubu.

Nachdem ich im letzten Jahr mit der Taktik „zügig anschwimmen“ nicht so erfolgreich war, bin ich diesmal wieder normal losgeschwommen und immer mehr davon überzeugt, dass das für mich besser funktioniert: keine Panikattacken, immer ein paar Füße vor mir und keine Laktatpackung abholen führten diesmal wieder zu einer ordentlichen Schwimmzeit.

Auf dem Rad wusste ich ja, dass die Form ganz gut ist. Nachdem ich gerade aus einer Entlastungswoche kam, hat sich der Radpart auch einigermaßen locker angefühlt … zumindest in der ersten Hälfte. Ziemlich heftig war der Wind, vor allem wenn man um eine der vielen Ecken musste und dieser dann aufeinmal ganz andere Angriffsflächen auf Scheibenrad und Hochprofil am Vorderrad fand: da waren einige Ausgleichsbewegungen erforderlich. Insgesamt konnte ich meine Radbestzeit im Kraichgau nochmal um 1 Minute verbessern und das trotz des Windes. Bis hierhin liefs für mich eigentlich ganz gut.

Beim Start des Laufs war eigentlich auch noch alles in Ordnung. Die Beine fühlten sich so an, wie sie sich nach 90km und 1000hm eben anfüllen und in der Magenumgebung hab ich gemerkt, dass ich zumindest mal aufpassen muss, dass ich da nicht ein Problem bekomme. Also erstmal locker einlaufen. Leider haben sich dann doch Probleme in der Magengegend entwickelt. Nach einem kurzen Stopp zur Reduktion der Flüssigkeitsmenge, die ich mit mir rumtrug, schienen dieses Probleme dann aber weg und auch die Beine haben sich da dann richtig gut angefühlt. Anscheinend hab ich es da dann etwas übertrieben und wurde ziemlich schnell wieder mit Magenproblemen konfronitiert. So ist mein Lauf ein paarmal zwischen „top“ und „naja“ hin und her osziliert. Letztlich bin ich davon überzeugt, dass es wieder mal ein Salzmangel war, gegen den ich unterwegs aber nichts unternehmen konnte. Schade eigentlich, weil die Beine mehr hergeben hätten. In Summe wars aber trotzdem noch ein solider Lauf, vor allem weil ich keinen wirklichen Einbruch hatte und auch die Pace gegen Ende nicht signifikant schlechter wurde.

Letztlich konnte ich trotz der Probleme beim Laufen noch eine neue Kraichgau-Bestzeit aufstellen, was mich versöhnlich mit dem Rennen stimmt. Ein 5ter Platz in der AK bei der Deutschen Meisterschaft kam auch noch bei raus.

Hier die Ergebnisse und Gesamtzeiten:

Platzierung
1,9 km Schwimmen
T1
90 km Radfahren
T2
21,1 km Laufen
Gesamt
56. (AK 5.)
0:30:26 (Ø 1:36 min/100m)
0:02:10
2:31:46 (Ø 35,6 km/h)
0:01:35
1:29:00 (Ø 4:13 min/km)
4
:34:56

 

Etwas skuril war der Mix aus Challenge und Ironman-Logos, der den Wechsel der Veranstalltung unters Dach der WTC schonmal ankündigte. Im Rennen hat man von dem ganzen Zickenkrieg der Veranstallter nichts gemerkt … liegt wohl daran, dass es den ganzen Freiwilligen auch egal ist, welches Logo jetzt drauf steht.

Vielen Dank an alle, die vor Ort, oder über die verschiedensten Medien Daumen gedrückt haben … da macht’s gleich doppelt Spaß!

Ein paar erste Schnappschüsse gibt’s auch schon (Danke Johanna!):

Und hier noch ein paar Zeitungsartikel:

2014-06-21-LohrerEcho-Kraichgau

 

2014-06-21-Mainpost-Kraichgau