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Ironman 70.3 Kraichgau 2015

Bereits zum 8ten mal startete ich dieses Jahr im Kraichgau. Der Wettkampf wurde nach der feindlichen Übernahme durch die WTC nun das erste mal unter dem Ironman-Label als 70.3-Wettkampf ausgerichtet. Damit hat sich auch die der Startmodus geändert: geblieben sind die Startwellen, allerdings wurden diese nicht mehr nach erwarteter Zielzeit zusammengestellt sondern nach Altersklassen: Frauen und Senioren direkt nach den Profis und dann aufsteigend. Dieser Modus hat den Vorteil, dass die Verteilung innerhalb der Startgruppen etwas heterogener ist und es somit nicht zu gravierender Pulk-Bildung auf der Radstrecke kommt. Nachteil: Wenn man tendenziell schneller unterwegs ist, muss man sich schon beim Schwimmen und später auf der Radstrecke durch ein dichtes Feld wühlen.

So ging es auch mir: Ich startete diesmal relativ weit hinten, ich  glaube es war die 7te Startwelle. Am Start kam ich gut weg und habe auch recht zügig einen passenden Wasserschatten gefunden. Da ich von schnellem Anschwimmen aufgrund von Panikattackengefahr mittlerweile absehe, war es relativ entspannt im Wasserschatten mitzuschwimmen. Schon nach gut der Hälfte ging es mit dem Überholen der zuvor gestarteten los.

Auf der Radstrecke war dann auch gleich von Beginn an relativ viel los. Weil mir in diesem Jahr die langen Einheiten fehlten, war damit zu rechnen, dass es nach der ersten Streckenhälfte etwas schwieriger werden würde. Dementsprechend war ich auch nicht mehr so voll konzentriert und bin ca. bei km70 in einem Anstieg voll in einen Senior aus der ersten Startgruppe gekracht. Ich hatte kurz nach unten geschaut und meinen Vorausfahrenden nicht gesehen. Wir hatten uns verkeilt, dass keiner zu Fall kam,  mussten zum entknoten aber kurz anhalten. Ich hab mich dann erst mal beschimpfen lassen (ich muss eingestehen: völlig zu recht), bin dann noch so lange bei meinem Unfallgegener geblieben, bis er mir sagte, er habe sich nicht weh getan, es sei nichts kaputt, ich solle weiterfahren. Durch den Adrenalinschub hat mich dieser Zwischenfall vermutlich nicht mal viel Zeit gekostet. Insgesamt war die Radleistung aber durch das im Vergleich zum Vorjahr deutlich reduzierte Training auch nicht auf dem Niveau der Vorjahre … geht aber in Ordnung so.

Beim Laufen waren die Beine von Anfang an ziemlich schwer. Und auch hier war die Laufstrecke schon bumsvoll, als ich in T2 ankam. Im Startmodus der Jahre zuvor, als ich noch in Startwelle los bin, war auf der Laufstrecke in den ersten beiden Runden noch nicht viel los und auch dann wurde es erst langsam voller. Dieses mal war es mir deutlich zu voll.

Weil mir der Wettkampf mit dem neuen Startmodus überhaupt nicht mehr gefallen, warte ich mit meinem nächsten Start im Kraichgau mal 17 Jahre ab. Dann bin ich 55 und darf wieder ganz vorne mit los 😉

Challenge Kraichgau

Wie üblich stand zu Beginn des Wettkampfwochende wieder die Frage, ob Neoprenverbot sein wird oder nicht im Vordergrund. Die Temperatur des Hardtsees war im Laufe der letzten Woche schon mal im roten Bereich und am Samstag hatten die Kampfrichter auch noch zu hohe Temperaturen für die Gummihäute gemessen. Auf der Wettkampfbesprechung wurde deshalb auch ein „zu-90%-Neoprenverbot“ ausgerufen. Wie der See über Nacht dann noch auf offiziell gemessene 21,7°C abgekühlt ist, kann ich nicht nachvollziehen. Wahrscheinlich wurde da einfach nochmal ein anderes Thermometer verwendet!?
Letztlich war der Neo dann doch zugelassen, was mit einem Schlag für eine sehr ausgelassene Stimmung in der Wechselzone sorgte. Zugegen: etwas erleichtert war ich auch.

Das mittlerweile bewährte Programm für Samstag sah so aus: 11h Abfahrt in Lohr, Startnummern in Bad Schönborn holen, Picknick und chillen am See, Rad abgeben, kurz ins Hotel, Abendessen und dann bubu.

Nachdem ich im letzten Jahr mit der Taktik „zügig anschwimmen“ nicht so erfolgreich war, bin ich diesmal wieder normal losgeschwommen und immer mehr davon überzeugt, dass das für mich besser funktioniert: keine Panikattacken, immer ein paar Füße vor mir und keine Laktatpackung abholen führten diesmal wieder zu einer ordentlichen Schwimmzeit.

Auf dem Rad wusste ich ja, dass die Form ganz gut ist. Nachdem ich gerade aus einer Entlastungswoche kam, hat sich der Radpart auch einigermaßen locker angefühlt … zumindest in der ersten Hälfte. Ziemlich heftig war der Wind, vor allem wenn man um eine der vielen Ecken musste und dieser dann aufeinmal ganz andere Angriffsflächen auf Scheibenrad und Hochprofil am Vorderrad fand: da waren einige Ausgleichsbewegungen erforderlich. Insgesamt konnte ich meine Radbestzeit im Kraichgau nochmal um 1 Minute verbessern und das trotz des Windes. Bis hierhin liefs für mich eigentlich ganz gut.

Beim Start des Laufs war eigentlich auch noch alles in Ordnung. Die Beine fühlten sich so an, wie sie sich nach 90km und 1000hm eben anfüllen und in der Magenumgebung hab ich gemerkt, dass ich zumindest mal aufpassen muss, dass ich da nicht ein Problem bekomme. Also erstmal locker einlaufen. Leider haben sich dann doch Probleme in der Magengegend entwickelt. Nach einem kurzen Stopp zur Reduktion der Flüssigkeitsmenge, die ich mit mir rumtrug, schienen dieses Probleme dann aber weg und auch die Beine haben sich da dann richtig gut angefühlt. Anscheinend hab ich es da dann etwas übertrieben und wurde ziemlich schnell wieder mit Magenproblemen konfronitiert. So ist mein Lauf ein paarmal zwischen „top“ und „naja“ hin und her osziliert. Letztlich bin ich davon überzeugt, dass es wieder mal ein Salzmangel war, gegen den ich unterwegs aber nichts unternehmen konnte. Schade eigentlich, weil die Beine mehr hergeben hätten. In Summe wars aber trotzdem noch ein solider Lauf, vor allem weil ich keinen wirklichen Einbruch hatte und auch die Pace gegen Ende nicht signifikant schlechter wurde.

Letztlich konnte ich trotz der Probleme beim Laufen noch eine neue Kraichgau-Bestzeit aufstellen, was mich versöhnlich mit dem Rennen stimmt. Ein 5ter Platz in der AK bei der Deutschen Meisterschaft kam auch noch bei raus.

Hier die Ergebnisse und Gesamtzeiten:

Platzierung
1,9 km Schwimmen
T1
90 km Radfahren
T2
21,1 km Laufen
Gesamt
56. (AK 5.)
0:30:26 (Ø 1:36 min/100m)
0:02:10
2:31:46 (Ø 35,6 km/h)
0:01:35
1:29:00 (Ø 4:13 min/km)
4
:34:56

 

Etwas skuril war der Mix aus Challenge und Ironman-Logos, der den Wechsel der Veranstalltung unters Dach der WTC schonmal ankündigte. Im Rennen hat man von dem ganzen Zickenkrieg der Veranstallter nichts gemerkt … liegt wohl daran, dass es den ganzen Freiwilligen auch egal ist, welches Logo jetzt drauf steht.

Vielen Dank an alle, die vor Ort, oder über die verschiedensten Medien Daumen gedrückt haben … da macht’s gleich doppelt Spaß!

Ein paar erste Schnappschüsse gibt’s auch schon (Danke Johanna!):

Und hier noch ein paar Zeitungsartikel:

2014-06-21-LohrerEcho-Kraichgau

 

2014-06-21-Mainpost-Kraichgau

Challenge Kraichgau 2013

Als letzter großer Test vor der Langdistanz in Frankfurt stand für mich – wie jedes Jahr – die Challenge Kraichgau im Wettkampfkalender. Vom RV Wombach gingen fünf Athleten ins Rennen, von denen jeder in vier- bzw. fünf Wochen entweder in Frankfurt oder in Roth am Start steht. In Sachen Triathlon geht mittlerweile also was im Spessart 🙂

Nachdem der Start wegen Gewitter um eine Stunde nach hinten verlegt wurde, startete ich pünktlich um 10.00h mit 449 anderen Athleten in der ersten Startgruppe in den Wettkampf. Fürs Schwimmen hatte mir die gleiche Strategie wie auf Mallorca zurechtgelegt: hart anschwimmen und möglichst in der Menge bleiben um den Wasserschatten optimal ausnutzen zu können. Die ersten 100m bin ich richtig aufs Gas und hatte das erste mal in meiner Triathlonkarriere keine langsameren Schwimmer vor mir. Auf diese Premiere folgte gleich die nächste: Panik im Wasser. Mir wurde die Luft knapp und ich musste darauf rechts raus und alleine weiter schwimmen, dachte sogar kurz an Rennabbruch. Bis zur ersten Boje bin ich komplett alleine geschwommen um mich wieder zu beruhigen. Erst bei der Wende konnte ich mir einen Wasserschatten suchen, aber die Schwimmer, bei denen ich normalerweise in Wettkampfintensität im Wasserschatten mitschwimmen kann waren da schon weit voraus. Fazit Schwimmen: verkackt!

Für den Radpart hatte ich mir im Vorfeld hohe Ambitionen gesteckt: sub 2:30h wollte ich in der Ergebnisliste stehen haben. Die erste Stunde war ich auch noch gut unterwegs und fast im Zeitplan. Allerdings ist mir die Leistung hintenraus etwas abgeschmiert. Dass es nicht gereicht hat, kann ich nicht auf die z.T. noch nassen Straßen schieben – das hat höchstens ein paar Sekunden gekostet. Trotzdem war ich mit dem Ergebnis insbesondere nach dem ich auf Mallorca einen deutlich schlechteren Bike-Split auf einer ähnlich profilierten Strecke hatte, recht zufrieden. Positiv war, dass die Ernährung gut geklappt hat und ich mit noch relativ guten Beinen auf die Laufstrecke wechseln konnte.

Der Lauf war wenig spektakulär. Es gab eigentlich keine größeren Probleme und alles lief, wie vorher erwartet. Dass die Zeit nicht so schnell sein würde wie auf Mallorca war aufgrund des Streckenprofils schon im Vorfeld klar.

Fazit: Den Kraichgau-Code hab ich immer noch nicht geknackt. Ich hatte in den letzten 6 Jahren schon schlechtere Rennen dort gezeigt, aber noch kein perfektes – diesmal auch nicht. Für die Langdistanz in vier Wochen bin ich gut gerüstet. Beim Schwimmen bin ich mir sicher, dass das ein einmaliger Ausrutscher war und immerhin hatte ich in diesem Jahr sowohl meine schnellste Rad- als auch schnellste Laufzeit aus allen meinen Teilnahmen. Das stimmt zuversichtlich.

Was sich ganz nett liest: in der Wertung zur deutschen Meisterschaft war ich fünfter in meiner Altersklasse.

Hier meine Ergebnisse im Detail und einige Bilder:

09.06.2013 Challenge Kraichgau
1,9 km Schwimmen
90 km Radfahren
21 km Laufen
Gesamt
52. (AK 6.)
0:34:16 (Ø 1:48 min/100m)
2:32:35 (Ø 35,4 km/h)
1:27:08 (Ø 4:13 min/km)
4:38:11

Zeitungsbericht vom 12.06.2013:

Zeitungsbericht vom 13.06.2013

Ernährungsstrategien für Mitteldistanzen

Im Vorfeld zur Challenge Kraichgau hatte ich mir mal ausführlichere Gedanken zur Ernährung auf Mitteldistanzen gemacht. Bei meinen letzten Starts im Kraichgau hatte ich häufig mit Magenproblemen zu kämpfen und auf der Liste der Verdächtigen stand die Wettkampfernährung ganz oben.

Grundsätzliches

Ausgangssituation für die Planung der WK-Ernährung ist für mich der Grundbearf pro Stunde. Um diesen festzulegen halte ich mich an die Fausregel, dass jede Stunde 1 – 1,5 gKH pro Kilokörpergewicht umgesetzt werden können. Aus meinen bisherigen Langdistanzrennen weiß ich, dass ich mich am oberen Wert orientieren kann. Bei meinem Körpergewicht komme ich so also auf eine Energiezufuhr von ca. 100g KH pro Stunde.

Weniger Blut – Weniger Kohlehydrate

Auf der Mitteldistanz ist man mit einer höheren Intensität als auf einer Langdistanz unterwegs. Wenn man Sport treibt, wird die Durchblutung im Verdauungstrakt deutlich eingeschränkt – je intensiver, desto mehr trifft das zu. Deshalb funktioniert auch der Energienachschub mit zunehmender Intensität immer schlechter. Zu viele Kohlehydrate im Magendarmtrakt, die nicht abgearbeitet werden können führen zu Magenkrämpfen. Deshalb ist es meiner Erfahrung nach ganz gut lieber etwas weniger als auf der Langdistanz zuzuführen, obwohl der Energiebedarf pro Stunde höher ist.

Nach einigen Versuchen haben sich 60-80gKH/h als ganz brauchbarer Wert herausgestellt, mit dem ich auf Mitteldistanzen noch gut zurecht komme.

flüssig – fest – flüssig?

Auf Langdistanzen bin ich immer dem Leitsatz „von flüssig nach fest nach flüssig“ gefolgt. Soll bedeuten: Auf dem Rad fängt man zunächst mit flüssiger Ernährung (also Gel) an, nimmt dann feste Dinge (Riegel usw.) und stellt zum Ende der Radstrecke wieder auf flüssig um. Die festen Sachen sind etwas schwerer zu verdauen, braucht man in diesem Fall aber, um den Magen zu beruhigen. Bei Mitteldistanzen habe ich das bisher genauso gemacht, wobei man da vermutlich auch ohne die „feste“ Phase über die Runden kommt.

Getränke

Für die Flüssigkeitszufuhr greife ich auf Iso-Getränk, Wasser und Cola zurück. Es stellt sich nur die Frage, wann der passende Zeitpunkt für welches Getränk ist. Mit Iso-Getränken die vom Veranstalter angereicht werden habe ich schon ziemlich – im wahrsten Sinne des Wortes – „üble“ Erfahrungen machen müssen.

Deshalb nehme ich mein eigenes Iso-Getränk in konzentrierter Dosierung in einer großen Trinkflasche mit und nehme in den Verpflegungsstationen nur Wasser auf. Bis jetzt hat es mir immer genügt, in der Verpfelgungszone einen ordentlichen Zug aus der angereichten Flasche zu nehmen und diese dann sofort wieder abzuwerfen. Ich habe mittlerweile aber auch einen zweiten leeren Flaschenhalter (zwischen den Extensions am Lenker), in dem ich eine aufgenommene Wasserflasche mitnehmen kann.

Die Dosierung zwischen Iso und Wasser richtet sich danach, wie gut sich mein Bauch anfühlt: je schlechter, desto mehr Wasser nehme ich im Verhältnis zum Iso.

Cola hebe ich mir bis zur Laufstrecke auf und auch dort versuche ich, erst recht spät damit anzufangen.

Salz

Mit Salz habe ich schon sehr interessante Erfahrungen gemacht, als ich 2011 in Roth innerhalb von wenigen Sekunden meine Bauchkrämpfe im Griff hatte. Deshalb reichere ich mittlerweile mein Iso-Getränk immer noch ein bisschen mit Kochsalz an. Schmeckt dann zwar nicht mehr so gut, aber es hilft.

konkret

Hier nochmal zusammengefasst, wie der Ernährungsfahrplan für eine Mitteldistanz bei mir aussieht:

 

 

 

 

Challenge Kraichgau 2012

Am Wochenende war mein erster Saisonhöhepunkt bei der Challenge Kraichgau. Mittlerweile haben wir mit dem Drumherum einiges an Routine, da es jetzt schon der fünfte Start für mich dort war. Der Samstag war sehr entspannt. Zwischen Abholen der Startnummern und Bike-Checkin war noch Zeit für ein sehr entspanntes Picknick am See. Somit hatte auch der Hungerzorn keine Chance, der letztes Jahr am Tag vor dem Rennen etwas auf die Stimmung drückte.

Beim Checkin war die Inspektion des Helms wieder mal ein kleiner Nervenkitzel, weil es die Kampfrichter wohl wieder mal auf Haarrisse in den Ohrenklappen abgesehen hatten. Das Überkleben mit der Startnummer hat aber diesmal gereicht um den Helm benutzen zu können. Mein Ersatzhelm aus Roth hat nämlich auch schon wieder einen kleinen Riss – absolulte Fehlkonstruktionen, diese Teile.

In den Laufbeutel, der auch schon am Samstag abgegeben werden musste, habe ich anstatt der schnellen Rennschlappen recht kurzentschlossen meine besser gedämpften Trainingsschuhe gepackt. Da ich schon wusste, dass es gegen Ende wieder hart wird, wollte ich mir lieber etwas mehr Komfort gönnen.

Die Stimmung bei unserer kleinen Truppe war recht ausgelassen, auch wenn das Tiramsiu beim Italiener „scheusslich“ war 🙂

Am Renntag sind wir sehr zeitig an der Pension aufgebrochen,  so dass nach den Vorbereitungen in der Wechselzone noch Zeit für ein kurzes Warm-Up blieb.

Schwimmen

Nach dem Schwimmstart bin ich wohl etwas zu langsam angeschwommen und war auch nicht optiimal positioniert, so dass ich keinen guten Wasserschatten fand. Auch gegen Ende konnte ich auch ohne Wasserschatten an den anderen Schwimmern vorbei. Bei geschickterer Positionierung wäre im Wasser wohl mehr drinnen gewesen.

 

Rad

Das Radfahren wollte ich etwas mutiger als im letzten Jahr angehen. Auch wenn dann auf der Laufstrecke wieder mit einer Explosion zu rechnen war. Mittlerweile fühle ich mich auf meinem TT-Bike richtig wohl. Die einzige Problemstelle für evtl. längere Strecken könnte der Nacken werden wobei ich nach den 90 km keinerlei Probleme hatte.

Für dieses mal hatte ich für den zweiten Split eine andere Ernährungsstrategie gewählt um Bauchproblemen (mit denen ich im Kraichgau schon häufiger zu kämpfen hatte) aus dem Weg zu gehen. In den Verpflegungstellen habe ich mich auf die Wasseraufnahme konzentiert. Da ich so keine Möglichkeit für die Aufnahme sonstiger Dinge hatte musste der Rest an Board sein. Im Vorhinein war ich etwas skeptisch, ob ich mit einer Flasche am Rad auskomme, aber das ganze Konzept hat ganz gut funktioniert und ist mir nochmal einen eignen Artikel wert.

Für den im Vergleich zu den Vorjahren relativ geringen Trainingsumfang auf dem Rad bin ich mit dem Ergebnis auf dem Radsplit sehr zufrieden. Über den Verlauf der Radstrecke fiel mir auf, dass ich insbesondere in Flachpassagen und bergab Plätze gut gemacht habe. Meiner Vermutung nach liegt das an meiner doch – wie ich glaube – im Vergleich recht guten Aerodynamik. Scheibe und Helm haben sich da auf jeden Fall gelohnt.

Mit etwas mehr Raddruck fällt beim nächsten mal auf der Radstrecke die 2:30.

 

Lauf

Vom Rad abgestiegen haben sich die ersten Schritte erstmal extrem schwerfällig angefühlt. Das habe ich schon besser erlebt, aber wenigstens hatte ich keine Bauchprobleme. In der ersten ging es erstmal darum einen guten Rhythmus zu finden was auf der Strecke dort gar nicht so einfach ist. Den Rhythmus hab ich dann bei einem 4:05min/km gefunden. Vorab hätte ich nicht gedacht, das Tempo laufen zu können, im Rennen hat es sich aber so angefühlt, als ob es reichen könnte.

In der zweiten Runde musste ich dann schon ganz schön pushen, um die angeschlagene Taktzahl zu halten. Irgendwann hat mich ein Läufer überholt, an dem ich dann versucht habe dranzubleiben, was zunächst auch ganz gut funktionierte. Eingangs der dritten Runde habe ich dann doch schon deutlich gemerkt, dass die Oberschenkel langsam zu gehen was sich auf mein Tempo auswirkte – allerdings noch in einem überschaubaren Rahmen.

Insgesamt war es dann doch ein recht gleichmäßiger Lauf und vor allem ohne größere Einbrüche.

Fazit

Dieses Jahr bin ich mit meiner Leistung eigentlich doch sehr zufrieden. Mit der Erfahrung un dem nötigen Respekt finde ich glaub ich langsam den Zugang zu dem Rennen und freu mich schon aufs nächste Jahr … dass wir wieder kommen war eigentlich schon am Samstag schon wieder abgemachte Sache 🙂

Hier noch ein paar Bilder:

und die Ergebnisse.

Hier noch ein Presseartikel aus dem Lohrer Echo vom 15.06.2012:

Wunden lecken …

Nach der Enttäuschung vom Wettkampf am letzten Sonntag im Kraichgau stand die ersten Tage dieser Woche wieder Regeneration auf dem Programm. Die ersten Tage nach dem Rennen habe ich die Nachwehen vom Sonntag noch ganz schön gemerkt. Es wurde aber mit jedem Tag besser.Um eine Schwäche in der Rumpfmuskulatur auszuschließen habe ich diese Woche auch wieder zwei Einheiten im Fitnessstudio in meinen Plan eingebaut.

Am Sonntag stand dann nochmal ein richtig hartes Trainng auf dem Plan: Frühs bin ich im Schwimmbad 4,5km geschwommen – 4000m davon als Dauerschwimmen mit hartem Anschwimmen und dann immer 400m im WK-Tempo gefolgt von 100m lockerem Tempo. Mit der Zeit war ich mehr wie zufrieden – ums Schwimmen mache ich mir jetzt keine Sorgen mehr.

Geleich im Anschluss gings auf die Zeitfahrmaschine: 3 Stunden sollten es werden, erst locker Einfahren, dann 2 Stunden in WK-Intensität und schließlich nochmal steigern wobei die letzten 15 Minuten richtig hart gefahren werden sollte. Insgesammt bin ichs etwas ruhiger angegangen als letzte Woche im Wettkampf und habe nochmal ein paar Sachen mit der Atmung und der Fahrtechnik in den Anstiegen ausprobiert. Ich denke, dass da nochmal ein paar Punkte dabei waren, die ich in Frankfurt besser machen kann als im Kraichgau.

Beim Laufen war ich dann sehr gespannt, ob wieder ähnliche Probleme auftreten würden wie eine Woche vorher. Zum Glück blieben die Schmerzen aber aus. So konnte ich die 19km wie geplant absolvieren – die ersten 12km in meiner WK-Pace von 4:30min/km und die letzten Kilometer dann nochmal schneller.

Ich bin auf jeden Fall ganz froh, dass bei dieser Einheit weitgehend alles geklappt hat, auch wenn beim Radfahren und Laufen sicher etwas die Angst vor den Bauchschmerzen dabei war und mich zu niedrigerem Tempo ermahnt hat, als vielleicht möglich gewesen wäre. In den nächsten zwei Wochen wird es sicherlich noch die eine oder andere Möglichkeit geben mein Selbstvertrauen noch mal etwas zu stärken.

Eine postive Nachricht gibt es aber auch: Dass ich in Frankfurt in der ersten Startgruppe zusammen mit den Pros und 300 anderen AK-Athleten eine viertel Stunde vor dem großen Feld los darf ist jetzt amtlich. Meine Startzeit ist 6:45h.

Rennbericht Challenge Kraichgau

Als Generalprobe für Frankfurt sollte die Challenge Kraichgau herhalten. Vier Wochen vor dem großen Tag war der Termin auch perfekt und sicher werde ich viele der Starter auch in Frankfurt wieder sehen. Wenn auf eine miese Generalprobe eine gute Hauptaufführug folgt, dann werde ich am 04. Juli in Frankfurt einen ganz großen Tag haben, denn die Challenge ging mächtig in die Hose. Aber lest selbst:

Das Schwimmen verlief super. Ich hatte gute Linie ganz innen und bin ohne Kampfhandlungen gut durchgekommen. Das relativ lockere Anschwimmen war denke ich ganz gut.  Ergebnis: 3 Minuten schneller wie letztes Jahr.

Rad: war OK –  Nach einer relativ lockeren ersten Viertelstunde habe ich vielleicht ein bisschen früh angefangen mit Druck zu fahren. Das Ganze war aber – denke ich – noch im Rahmen (230 Watt bei Puls 135). Auf jeden Fall war ich knapp 10 Minuten schneller als letztes Jahr.

Laufen: Hier nahm die Katastrophe dann ihren Lauf. Ich hatte auf dem Rad schon gemerkt, dass sich in der Bauchgegend was zusammenbraut. Schon der Gang zum Wechselbeutel war wegen der Magenkrämpfe (oder was auch immer das war) ne echte Qual. In der ersten Runde musste ich immer wieder Gehpausen einlegen. Den Mageninhalt habe ich dann erstmal vorsichtig mit Wasser verdünnt und es wurde dann wieder etwas besser – aber nicht gut. In der Letzte Runde war zumindest wieder lockeres Jogging möglich. Herzlichen Dank an dieser Stelle auch an meinen Schatz Sabrina, die im Start-Ziel-Bereich der Laufrunde stand und mir so immer ein kleines Zwischenziel gegeben hat, zu dem ich mich vorarbeiten konnte.

Fazit: Das Zeitziel von 4:40 wäre mit einer normalen Laufleistung wohl locker möglich gewesen, wenn da nicht die Bauchprobleme gewesen wären. „Hätte – Wäre – Wenn“ zählt aber nicht.  So wie es gelaufen ist, war es auf jeden Fall nochmal ne Lektion in Sachen Mentaltraining: Ich war noch nie so nah an einem Rennausstieg. Und dass ich es letztenendes trotzdem durchgezogen hab, stimmt mich dann doch wieder positiv. So hab ich in meiner Sportkariere jetzt wenigstens noch eine Rennabbruchbilanz von Null – und das ist ja auch was wert.

Hier das Drama in Zahlen:

Schwimmen (1900m) Radfahren (90km) Laufen (21,1) Gesamt
0:31:37
(Ø 1:39,8 min/100m)
2:33:32
(Ø 35,17 km/h)
1:51:39
(Ø 5:17 min/km)
5:01:27
280. (AK 52.)