{"id":850,"date":"2011-07-11T22:14:44","date_gmt":"2011-07-11T22:14:44","guid":{"rendered":"http:\/\/www.spyderworks.de\/site1\/?p=850"},"modified":"2011-08-17T19:25:04","modified_gmt":"2011-08-17T19:25:04","slug":"roth-2011","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.stefan-rauch.de\/?p=850","title":{"rendered":"Challenge Roth 2011"},"content":{"rendered":"<p>&#8222;Was hast Du Dir vorgenommen?&#8220; &#8211; &#8222;Ich will 9.30h angehen &#8211; wenn alles optimal l\u00e4uft, k\u00f6nnte das klappen&#8220; &#8211; leicht skeptisches Nicken.<\/p>\n<p>So sah die kurze Unterhaltung aus, die ich Sonntag fr\u00fch noch kurz vor dem Start in der Wechselzone mit meinem Coach Arne gef\u00fchrt habe. Vorneweg: es lief besser!<\/p>\n<h1>Vorspiel<\/h1>\n<p>Angereist sind wir am Freitag. Das Trainingsgespann Weidner \u2013 Rauch machte sich bereits vormittags auf dem Weg nach Roth, weil wir die Radstrecke nochmal mit dem Auto abfahren wollten und das ganze Organisatorische erledigen, ohne gro\u00dfe Wartezeiten bei unseren reizenden Begleiterinnen zu verursachen. Die zwei Sabrinas kamen erst am sp\u00e4ten Nachmittag nach und hatten auf der Autofahrt auch Ihren Spa\u00df.<\/p>\n<p>Die Streckenbesichtigung war nochmal eine gute Sache. Sowohl Auf- als auch Abfahrt zum- bzw. vom Kalvarienberg mit dem Auto waren respekteinfl\u00f6\u00dfend \u2013 f\u00fcr den Kopf war das nochmal wichtig. Au\u00dferdem blieben ein paar Stellen mit kritischen Unebenheiten und Bodenwellen im Kopf.<\/p>\n<p>Das Hotel hatte Steffen f\u00fcr uns organisiert \u2013 ein echter Gl\u00fccksgriff: Etwas au\u00dferhalb und sehr ruhig gelegen, ein total sportverr\u00fcckter Wirt und sehr sch\u00f6ne Zimmer waren ein gutes Basislager.<\/p>\n<p>Samstag haben wir nach dem Fr\u00fchst\u00fcck eine kurze Vorbelastung gemacht und dann die Radabgabe in Angriff genommen. Was ich bei der Radabgabe erlebt habe, ist aber einen eigenen <a title=\"Regelauslegung \u00e1la DTU\" href=\"http:\/\/www.spyderworks.de\/site1\/?p=851\" target=\"_blank\">Artikel<\/a> wert.<\/p>\n<p>Der Nachmittag und Abend wurde dann mit Entspannungsma\u00dfnahmen und letzter Nahrungsaufnahme gef\u00fcllt \u2013 um 21.00h ging das Licht aus.<\/p>\n<h1>Schwimmen<\/h1>\n<p>Bis zum Schwimmstart lief alles recht routiniert und ohne gr\u00f6\u00dfere Probleme ab. Die Orientierung auf dem Schwimmkurs ist sehr einfach, weil man sich immer sehr gut am Ufer des Kanals orientiern kann. Leider fiel es mir etwas schwer, die passenden Vorderf\u00fc\u00dfe zu erwischen. Ich h\u00e4tte am Anfang wohl doch h\u00e4rter anschwimmen m\u00fcssen, um dann in einer Gruppe mitzuschwimmen, bei der ich gerade so im Wasserschatten bleiben kann. So war es mir hinter den F\u00fc\u00dfen meiner Mitschwimmer zu langsam, aber nach vorne schwimmen ging auch nicht. Gegen Ende kamen dann die schnellen Frauen, die 5 Minuten nach mir gestartet waren vorbei und da hab ich dann ein paar schnelle Vorderf\u00fc\u00dfe gefunden, an denen ich bis zum Ausstieg dran bleiben konnte.<\/p>\n<p>Alles in Allem war das Schwimmen wenig spektakul\u00e4r und verlief auch zeitlich genau so, wie ich es mir vorher gedacht hatte. Mit einer geschickteren Einteilung w\u00e4re es vielleicht noch 1-2 Minuten schneller gegangen, mit der Auftaktdisziplin war ich aber beim Ausstieg zufrieden.<\/p>\n<h1>Radfahren<\/h1>\n<p>Der Wechsel zum Radfahren verlief sehr schnell. Mein Rad stand direkt vor dem Ausgang auf die Radstrecke. Das hatte den Vorteil, dass ich in der Wechselzone nur sehr kurz schieben musste. Die Socken hab ich aus dem Wechselbeutel mit ans Rad getragen und erst dort angezogen, weil die Wiese noch nass war und ich nicht schon mit nassen F\u00fc\u00dfen starten wollte.<\/p>\n<p>In der erste Radrunde hab ich mich am Anfang immer wieder eingebremst. Nach einer halben Stunde ging es dann mit &#8222;Riegelfressen&#8220; los: Alle 30 Minuten gabs einen kompletten High5 Riegel &#8211; das sollte mit ingesamt 6 Riegeln passieren. Als dann aber der vierte Riegel in den Magen kam, hat der sich wohl gedacht: &#8222;Ganz sch\u00f6n eng hier!&#8220; und unvermittelt den &#8222;R\u00fcckw\u00e4rtsgang&#8220; eingelegt. Ich war dann etwas verunsichert, wieviel Treibstoff ich so verloren hatte und musste die Verpflegungsstrategie kurzzeitig umstellen: Es gab erstmal keine Riegel mehr und ich bin etwas fr\u00fcher zum Gel \u00fcbergegeangen. Ich hatte mich von dem kleinen Zwischenfall recht schnell erholt und es ging mit unverminderter Reisegeschwindigkeit von ca. 36 km\/h weiter.<\/p>\n<p>Nach drei Stunden Radzeit musste ich dann mal einen kleinen Boxenstopp einlegen und kurz darauf bekam ich richtig Probleme mit dem Bauch. Meine <a title=\"Rennbericht Challenge Kraichgau\" href=\"http:\/\/www.spyderworks.de\/site1\/?p=467\">schlimmsten Wettkampferinnerungen<\/a> haben genau mit diesen Stichen in der Magengegend ihren Anfang genommen. Und jetzt war ich gerade mal im letzten Drittel der Radstrecke. Ich hab mich daran erinnert, dass Probleme mit dem Magen zu 98% auf Wasser- oder Salzmangel zur\u00fcckzuf\u00fchren sind. Wasser hatte ich eigentlich genug getrunken, also konnte es nur ein Problem mit der Salzversorgung sein. Nach 5-6 Schwedentabletten ging es mir schnell wieder besser und innerhalb von ein paar Minuten war wieder alles im gr\u00fcnen Bereich. Von Bauchkr\u00e4mpfen und Angstausbr\u00fcchen vor dem zu laufenden Marathon keine Spur mehr.<\/p>\n<p>Die Radrunde konnte ich dann noch recht z\u00fcgig zu Ende fahren und mit einer Radzeit von unter 5h Stunden auch schon ein erstes Teilziel erreichen.<\/p>\n<h1>Laufen<\/h1>\n<p>Nach dem Wechsel in Laufschuhe war erst wieder Bremsen angesagt. Ich musste mich wirklich zwingen, die Schritte k\u00fcrzer zu ziehen und die Frequenz k\u00fcrzer zu machen, um nicht einen 4er Schnitt loszulaufen. Nach ca. 2 km hatte ich mein angestrebtes Marathontempo von 4:40 min\/km dann einigerma\u00dfen erreicht. Der Blick auf die Pulsuhr zeigte mir, dass alles im gr\u00fcnen Bereich war und so hab fortan nur noch in mich reingeh\u00f6rt und bei den kleinsten Anzeichen von Seitenstichen sofort das Tempo reduziet bis es wieder besser ging. Diese Tatktik hat ganz gut funktioniert &#8211; hatte ein bisschen was von Balancieren auf einer Rasierklinge. Die Verpflegungsaufnahme mit Gels hat auch sehr gut funktioniert und ich bin erst bei km 30 zum Cola \u00fcbergegangen. Hier hab ich dann auch schon langsam das Rechnen angefangen: &#8222;Wenn Du jetzt einen 5er Schnitt nach Hause l\u00e4ufst, dann sinds 9:27h!&#8220; Ich musste mich dann ganz sch\u00f6n konzentrieren, konnte das Tempo aber immer noch konstant unter dem 5er Schnitt halten. Die letzten 7km waren dann noch sehr lang, aber am Ende einer Langdistanz muss das glaub ich auch so sein. Schlie\u00dflich Zieleinlauf vor einem super Publikum nach 9:25h.<\/p>\n<p>Hier die Fakten:<\/p>\n<table border=\"1\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td valign=\"top\" width=\"78\"><strong>10.07.2011<\/strong><\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"365\"><strong><a title=\"Roth 2011\" href=\"http:\/\/www.spyderworks.de\/site1\/?p=850\">Challenge Roth<\/a><br \/>\n<\/strong>3,8 km Schwimmen<br \/>\nWechsel 1<br \/>\n180 km Radfahren<br \/>\nWechsel 2<br \/>\n42,2 km Laufen<br \/>\n<em>Gesamt<\/em><strong> <\/strong><\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"180\"><strong>125. (AK 30.)<br \/>\n<\/strong>1:04:47 (\u00d8 1:42 min\/100m)4:57:45 (\u00d8 36,4 km\/h)3:18:25 (\u00d8 4:47 min\/km)<br \/>\n<em>9:25:06<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p><a title=\"Challenge Roth (10.07.2011)\" href=\"http:\/\/www.spyderworks.de\/site1\/?page_id=873\">Bilder <\/a>kommen, sobald ich die von allen Fotografen eingesammelt habe.<\/p>\n<h1>Danke<\/h1>\n<p>Auch wenn ich alleine geschwommen, geradelt und gelaufen bin, hab ich das gute Ergebnis nicht mir alleine zuzuschreiben. Bedanken m\u00f6chte ich mich bei allen, die mir an der Strecke oder am Livestream die Daumen gedr\u00fcckt haben. Insbesondere an meine kleine Schwester Johanna, die keine Reisem\u00fchen gescheut hat um f\u00fcrs Lohrer Echo die <a title=\"Zeitungsartikel und Bilder von Roth\" href=\"http:\/\/www.spyderworks.de\/site1\/?p=884\">Berichterstattung <\/a>zu \u00fcbernehmen.Vielen Dank an Ute und Arne f\u00fcr die Betreuung bei der Trainingssteuerung: ihr habt mich auf den Punkt fit gemacht.An meinen Trainingspartner Michael, der mit seinen beeindruckenden Leistungen in Training und Wettkampf mein gr\u00f6\u00dfter Motivator ist.Der gr\u00f6\u00dfte Anteil geb\u00fchrt nat\u00fcrlich meiner Sabrina, die mir in der langen Vorbereitung den R\u00fccken freigehalten und selbst auf viel verzichtet hat, mich immer wieder geerdet- und auch immer wieder aufgebaut hat, wenn es mal nicht so lief.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8222;Was hast Du Dir vorgenommen?&#8220; &#8211; &#8222;Ich will 9.30h angehen &#8211; wenn alles optimal l\u00e4uft, k\u00f6nnte das klappen&#8220; &#8211; leicht skeptisches Nicken. 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