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Tuning: Alternative Halterung für den DI2-Akku

An meiner TT-Maschine war der Akku für die DI2 bisher am Unterrohr montiert und wurde mit einer Plastikverkleidung abgedeckt. Ich finde, das sieht aus, wie wenn da ein Koffer montiert ist … und der Koffer musste weg.

Ich hatte schon öfters überlegt, wo man den Akku etwas dezenter verpackt unterbringen könnte. Optimal gelöst hat das z.B. BMC, die den Akku in einem kleinen Schacht im Rahmen unterbringen. Felt bietet mit dem Akku-Koffer auch nicht die schlechteste Lösung am Markt an, aber mir gefällt das trotzdem nicht.

 

Deshalb habe ich ein paar Stunden Bastelarbeit investiert und jetzt  hängt der Akku unter meinem Sattel … und dort gefällt mir das deutlich besser.

Wichtigstes Werkzeug für die Durchführung der Bastelarbeiten waren ein scharfes Stemmeisen und ein Hammer (ganz im Ernst!). Damit konnte ich auf der Sattelunterseite noch etwas Platz für den Akku machen (das Fizik Logo musste weichen). Für die Befestigung habe ich aus einem Lochblech eine kleine Halterung gebaut, mit der der Akku in der Sattelklemmung verschraubt wird. Damit nichts wackelt, wird der Akku noch zusätzlich mit zwei Kabelbindern befestigt. Verbesserungspotential gibt es natürlich auch noch: anstatt der weißen Kabelbinder müssen da noch schwarze hin, aber die hatte ich in der passenden Länge gerade nicht vorrätig.

Montiert am Bike sieht das Ganze jetzt so aus:

 

Zu verkaufen: Kuota Kalibur

Zum Verkauf steht mein TT-Bike (Baujahr 2008) wie abgebildet.

Rahmenset Kuota Kalibur
Schaltung/Bremsen Shimano Ultegra
Lenker/Vorbau Profile Design
Sattel Fizik Arione Tri2
Kurbel/Innenlager FSA SLK comapct mit 52/38er Kettenblättern
Laufräder Shimano 105

Das Rad wurde für die Saison 2008 von Radsport Smit aufgebaut. Es kam immer nur von März bis August bei meist schönem Wetter zum Einsatz und hat eine Laufleistung von ca. 8000km (alles ohne Sturz und sonstige Unfälle). Der Rahmen und alle Komponenten sind top gepflegt. Lenkerband und Pads auf dem Auflieger sind neu.

Neupreis: 3400,- €

Preis: 1700,- €

Bei Interesse: Email an kuota@spyderworks.de

Jetzt rollts!

Leider hat es nicht rechtzeitig zum Saisonhöhepunkt in Roth geklappt, aber jetzt rollt’s!

Nachdem ich erst die flasche Rahmengröße geliefert bekommen hatte, hab ich seit Samstag letzter Woche jetzt den Passenden in Höhe 51. Ein bisschen Bastelarbeit war die Einstellung der Sitzposition, die ich weitgehend von meinem alten Rad übernommen habe. Der Rahmen wurde inklusive 5 Vorbauten in verschiedenen Längen und 2 Sattelstützen mit verschiedenen Kröpfungen geliefert.

Am Sonntag konnten wir uns bei einer ersten Probefahrt schon mal ein bisschen an einander gewöhnen 😉

Erster Eindruck: Das Fahrverhalten unterscheidet sich nicht gravierenend zu meinem alten Rad. Die integrierten Bremsen funktionieren nicht so gut, wie Standard-Shimano-Bremsen, sind aber akzeptabel. Der Druckpunkt ist recht schwammig und die Einstellung der Bremsklötze ziemlich fummelig – vor allem an der Hinterradbremse.
Was echt rockt ist die DI2: Schalten vom Basislenker und dem Liegeaufsatz, kein Nachjustieren des Umwerfers … so macht schalten Spaß!

Hier noch zwei kleine Filmchen:

Promotion Film von Felt:

[yt]0WpMYtuRSNs[/yt]

So werden die Kabel im DA verlegt:

[yt]q6ga2ptxs28[/yt]

 

 

Regelauslegung ála DTU

Beim Bike-Check-In zur Challenge Roth wartete eine unangenehme Überraschung auf mich: Die BTV-Kampfrichter waren sehr fixiert darauf, Aerohelme mit eingerissenen Ohrenklappen auszusortieren. Bei mir haben sie auch zwei kleine Risse gefunden und den Helm deshalb nicht zugelassen. Eine Auswirkung auf die Schutzfunktion des Helms haben diese Risse definitiv nicht – aber das wird in vielen Foren gerade ausgiebig diskutiert. Siehe dazu z.B. auch hier.

Nachdem ich mir einen anderen Helm besorgt und den Check-In erledigt hatte, hab ich mir die Masche der Kampfrichter eine Weile angeschaut und mal mitgezählt: von drei Aerohelmen wurden zwei nicht zugelassen.

Das Thema hat mich dann schon etwas interessiert, so dass ich beim Kampfgericht nochmal nachfragen musste, warum den keiner mein Rad kontrolliert hat und man nur die Risse am Helm gesucht hat. Antwort des WK-Richters: „Wir dürfen die Bremsgriffe nicht mehr anfassen, weil wir da was beschädigen könnten, aber die Bremsbeläge werden optisch überprüft!“ – so lange ich mir das Treiben der WK-Richter angeschaut habe, hat sich da keiner Bremsbeläge angeschaut. Die WK-Richterin, die mich abgefertigt hat, keinen – nicht mal einen flüchtigen – Blick auf mein Rad geworfen. Alle Kampfrichter waren damit beschäftigt, dem Helmverkäufer gleich nebenan das Geschäft seines Lebens zu bescheren.

Ich will dem Veranstalter nichts unterstellen: Dass der Helmverkauf von“ Challenge Racecomponents“ organisiert war, kann Service für die Athleten gewesen sein – bei mir bleibt ein „Beigeschmack“.

Mein Fazit zur DTU: haarspalterische Regelauslegung geht über die Sicherheit der Athleten: Gut gemacht, DTU!

 

Mein Rennrad: Scott CR1

Aufgebaut hatte ich das Rad 2006 für die Jeantex Tourtransalp. Weil es da ordentlich Höhenmeter zu sammeln galt, habe ich bei der Auswahl der Komponenten sehr auf das Gewicht geachtet. Der Scott CR1 Rahmen war 2006 das Maß der Dinge, wenn es um fahrbare Leichbaurahmen ging. Deshalb fiel mir die Wahl sehr einfach.

Besonders wichtig war mir ein extrem leichter Laufradsatz weil sich das Gewicht der rotierenden Masse mehr auf das Gesamtfahrverhalten auswirkt als das aller anderen Baugruppen. Deshalb habe ich an dieser Stelle auch richtig Geld investiert. Die Zipp 303 Carbonfelgen mit den Schlauchreifen drehen sich um Tune Naben.

Schaltung und Bremsen sind von Shimanos Dura Ace Gruppe – 2006 der beste Komporomis aus Gewicht und Funktion.

Bei allen weiteren Komponenten habe ich versucht einen optimalen Kompromis zwischen Leichtbau und Preis zu finden: Vorbau und Lenker sind Ritchey WCS Teile. Bei der Sattelstütze habe ich mich für ein Modell ohne Kröpfung entschieden um den Sattel weit vorne montieren zu können. So kann ich auch auf dem Rennrad eine Sitzposition fahren, die sich nicht all zu sehr von der Position auf meiner Zeitfahrmaschine unterscheidet.

In der Vorbereitungsphase, wenn die meisten Kilometer auf dem Rennrad gesammelt werden, ist auch mein SRM System auf dem Scott montiert. In der unmittelbaren Wettkampfvorbereitung kommt das dann aber auf meine Zeitfahrmaschine.

Hier die Liste mit den verbauten Komponenten:

Bezeichnung Hersteller Typ BJ Gewicht/g
Brems-/Schaltzüge, Außenhüllen Shimano Dura Ace 2006 235
Umwerfer Shimano Dura Ace 2006 74
Schaltwerk Shimano Dura Ace 2006 185
Kassette Shimano Dura Ace 2006 195
Kette Shimano Ultegra 2006 265
Pedale Shimano Dura Ace 2006 290
Bremsen Shimano Dura Ace 2006 315
Steuersatz FSA integriert 2006 80
Spacer kl. Scott 2006 4
Gabelkonus + Abdeckung FSA 2006 42
Vorbau Ritchey WCS 4Axis 2006 130
Lenker Ritchey WCS Carbon 2006 215
Lenkerband FSA 2005 54
Sattelstütze Ritchey WCS Carbon 2006 220
Sattel Selle Italia SLR TT 2006 145
Laufräder tune Olympic Gold 2006 1150
Reifen Coninental Competition 2006 560
Schnellspanner tune AC14 2006 49
Innenlager FSA Innenlager Mega Exo 2006 135
Kurbel SRM FSA Edition 2006 810
Summe 6903