Trainingslager Mallorca (05. – 14.03.2010)

Anreise:

Mit der Haribo-Maschine sind wir (Günni, Sebastian und ich) von Frankfurt nach Palma geflogen und von da noch 10 Minuten mit dem Bus zu unserem Hotel in S’Arenal. Die Zimmer sind OK, zum Essen im Hotel sag ich lieber nichts.

Tag 1:

Geplant waren 4 Std. und ca. 110km. Wir wollten zunächst in den Süden über Cala Pi, Campos, Felantix und dort hoch zum San Salvador und dann zurück über Porreres, Llucmajor. Da wir uns gleich am Anfang verfahren haben und auf einmal Richtung Llucmajor unterwegs waren, haben wir uns dazu entschlossen, die Runde eben rückwärts zu fahren. In Llucmajor war dann aber die Straße nach Porreres gesperrt. Ein netter Spanier hat uns dann eine Umleitung übers Kloster Cura gezeigt. Da wir so ja schon einen Berg hatten, sind wir dann doch nicht mehr hoch zum San Salvador. Zurück am Hotel waren wir dann letztendlich 4:40h unterwegs und hatten 130km auf dem Tacho – fürs Einrollen fast ein bisschen zu viel. Das Wetter war größtenteils bewölkt mit sonnigen Abschnitten am Nachmittag bei ca. 14C° Lufttemperatur. Es gab den ersten Erdbeerkuchen der Saison.

Tag 2:

Nach einem 30 minütigen Lauf mit Gymnastik-Einlage vor dem Frühstück standen heute 5:30h auf dem Plan. Es sollte eine Runde über Santa Maria – Muro – Can Picafort, zurück über Petra werden. Da wir den Weg Richtung Norden wieder nicht gefunden haben und plötzlich wieder in Llucmajor standen mussten wir auch hier wieder umdisponieren. Später war mir die Strecke dann aber zu großen Teilen bekannt, so dass wir die Karte nicht mehr so oft rausholen mussten. In Petra haben wir an einem recht idyllischen Dorfplatz eine Kaffeepause eingelegt. Zurück ging es dann auf schnellstem Weg über Sineu – St. Eugenia – St. Jordi, vorbei am Flughafen an den Platja de Palma. Wir waren dann 5:50h unterwegs und hatten 150km. Das Wetter war heute zunächst sehr sonnig und gegen Ende dann eher bewölkt. Insgesamt war es etwas kühler als gestern.
Morgen ist ein Ruhetag geplant – auch aufgrund des schon heute Abend begonnen Regens.

Tag 3:

Ruhetag. Nach dem Frühstück ging’s direkt aufs Bike, weil es noch trocken war. Die Strecke: Von Arenal zunächst Richtung Süden und dann in Richtung Inselmitte nach Llucmajor. Von dort auf direktem Weg zurück nach Arenal. Auf dem Rückweg haben wir ein paar wenige Regentropfen abbekommen und wegen Gegenwind musste zumindest der Frontmann trotz Ruhetag ordentlich reintreten. Nach einem Mittagschlaf wurden dann nochmal die Laufschuhe geschnürt: Lockere 10km mit Dehnprogramm. Gegen Abend gab es dann sogar wieder ein bisschen Sonne.

Tag 4:

Regen! Also haben wir umdisponiert und sind nach dem Frühstück laufen gegangen weil dann für Mittags besseres Wetter gemeldet war. Per Pedes ging es entlang der Küste Richtung Palma – 45 Minuten hin und gleiche Strecke zurück. Insgesamt 17 km. Nach dem Einlaufen haben wir uns wieder gedehnt. Auf dem Rückweg hat die Sonne schon die ersten Versuche unternommen, durch die Wolken zu kommen.
Um 12.30h sind wir dann mit dem Rad gestartet. Ein weiterer Versuch von Arenal Richtung Norden zu fahren schlug fehl und wir landeten – wie jeden Tag bisher – zunächst in Llucmajor. Von dort ging es über Algaida Richtung Bunyola und über den Orient nach Alaro. Auf dem Col d`Honor zeigte das Thermometer erfrischende 3°C und es lag auch noch etwas Schnee. Zum Glück kam auf dem Rückweg über Santa Maria, SaCabaneta und Saint Jordi die Sonne wieder raus, um die Füße wieder aufzutauen. Jetzt sind wir wenigstens auf dem Rückweg mal die Strecke gefahren, auf der wir jetzt schon mehrfach versucht haben Richtung Norden zu kommen. Insgesamt waren wir 118km in 4:47h auf dem Bike.

Tag 5:

Schnee! Als wir heute beim Frühstück saßen, hat es doch tatsächlich begonnen zu schneien. Also war zunächst wieder eine Laufeinheit angesagt: lockere 30 Minuten und ca. 5 km. Um 12.30h ging es dann wie von zu Hause gewohnt in voller Wintermontur in den Sattel. Geplant waren eigentlich 5.30h und ca. 160km. An der Südküste entlang fuhren wir über Ses Salines nach Santanyi. Dort hat es dann bei 5°C begonnen zu regnen. In Felanitx haben wir uns aufgrund des Wetters für den schnellsten Weg zurück nach Arenal entschieden – über Campos und Llucmajor. Auf der Uhr standen zum Schluss 124 km in 4:43h.
Morgen ist wieder ein Ruhetag geplant und das Wetter soll jetzt auch täglich freundlicher und wärmer werden.

Der Versuch, die Schneeflocken auf Malle im Bild festzuhalten.

Tag 6:

Ruhetag! Vor dem Frühstück 30 Minuten lockeres Laufen mit 15 Minuten Dehnprogramm. Um 12.30h dann Start zu einer kleineren Runde. Dabei den Weg Richtung Norden erkundet und – man glaubt es kaum – beim sechsten Anlauf doch tatsächlich auch gefunden. Über S’Aranjassa ging es nach Llumajor und von dort auf dem Radweg direkt Richtung Cala Pi und entlang der Küste zurück nach Arenal. Waren dann lockere 2:12h und 55km. Am Ruhetag also doch 3h Training – das ist zuhause ein ganz normaler Trainingstag! Das Wetter war zunächst schön, unterwegs haben wir aber doch ein paar Tropfen abbekommen.

Tag 7:

Für heute war eigentlich besseres Wetter gemeldet. Die ersten zwei Stunden hatten wir auch Sonne und dachten schon, uns zu warm angezogen zu haben. Später zog es aber dann zu und wurde kühler. Die Strecke ging von Arenal aus über S’Aranjassa, Sant Jordi, sa Cabaneta nach Santa Maria. Von dort im Schatten der Berge weiter Richtung Osten über Alaro, Lloseta, Sleva, Buger nach SaPobla. Der Rückweg führte über Muro, Santa Margalida nach Sineu, Montuiri vorbei am Randa nach Llucmajor und auf direktem Weg zurück nach Arenal. Fahrzeit waren 5:09h und die Strecke 139km. Gelaufen wurde heute nicht. Im Trainingsplan stand früh ins Bett, weil morgen die Königsetappe auf dem Programm steht. Die spanische Abschlussklasse im Nebenzimmer scheint aber in Partystimmung zu sein und uns eine kurze Nacht zu bescheren.

Tag 8:

Königsetappe! Nach einer kurzen Nacht ging es auf direktem Weg über Sant Jordi, Sineu, Muro, SaPobla nach Port Alcudia. Von dort über Port Polenca hoch zum Kloster Lluc. Am Straßenrand lag noch einiges an Schnee, aber das waren wir aus Deutschland noch gewohnt. Über Caimari, Selva, Lloseta, Binisalem fuhren wir nach Santa Maria und von da zurück zum Hotel. Der Tacho zeigte 6:17h und 162km an. Das war jetzt das Gröbste hier auf Mallorca. Morgen wird nur vor dem Frühstück nochmal kurz gelaufen und dann noch eine kurze Abschiedsrunde auf dem Rad bevor es abends dann zurück in die Heimat geht.

Tag 9:

Abreise! Vor dem Frühstück 30 Minuten Laufen mit Dehnprogramm. Nach dem Räumen der Zimmer dann eine letzte Radrunde Richtung Cala Pi und dann zur Inselmitte Richtung Llucmajor. Auf dem Weg dorthin haben wir nach 34km kehrt gemacht und sind den gleichen Weg zurück, um nicht auf Hauptverkehrswegen zurück nach Arenal fahren zu müssen. Im Hotel angekommen wurden dann die Räder eingekoffert und der Rest der Zeit bis zum Flughafentransfer mit Kaffeetrinken, spazieren gehen und sonnen (ja, heute hat mal die Sonne geschienen) verbracht.

Fazit:

Wir sind fast 1000km gefahren, während in Deutschland aufgrund von Schnee wahrscheinlich gar kein Radtraining möglich gewesen wäre. Dabei blieben wir von Pannen und Unfällen jeglicher Art verschont. So gesehen war der Aufenthalt ein voller Erfolg. Leider hat das Wetter dieses Jahr nicht so mitgespielt, wie ich es sonst von Mallorca im März gewohnt bin. Von daher empfand ich die Ausfahrten manchmal einfach nur als Arbeit und nicht unbedingt als Spaß. Das Positive am schlechten Wetter war allerdings, dass auch die Laufumfänge nicht zu kurz kamen, da wir doch hin- und wieder wetterbedingt um planen mussten.
Mein nächstes Trainingslager auf Mallorca findet mit sehr großer Wahrscheinlichkeit wieder in Alcudia statt, weil man dort als Radfahrer eine deutlich bessere Infrastruktur vorfindet.
Hoffentlich bekommt das Wetter in Deutschland jetzt auch schnell die Kurve in Richtung Frühling, so dass ab jetzt dort auch ein ordentliches Radtraining möglich ist. Das nächste Trainingslager soll nämlich in 4 Wochen – hoffentlich bei Frühlingssonne – in heimischen Gefilden stattfinden.


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